Starker Auftritt in Bad Ischl

Alfred Winkelmeier, umgeben von seinen Teamkollegen, spielte die letzte Partie des Turniers

Die Reise nach Bad Ischl zum Pfingstopen lohnt sich in jedem Jahr erneut.

In diesem Jahr starteten Thomas Niedermeier, Andreas Kampert, Georg Seisenberger, Christian Beimler, Stephan Crone und Alfred Winkelmeier im A-Open, Armin Wallrab im B-Open, Adrian Müller und Raphael Funk im C-Open und Marcel Haffstein im D-Open.

Die beste Performance lieferte Stephan ab, der mit zwei sehenswerten Auftaktsiegen gegen Anton Rüschner und Adolf Denk zwei 2100er besiegte. Er unterlag erst in Runde 3 dem späteren Turniersieger Julian Jetzl. In Runde 4 hielt er mühelos gegen Stefan Stradner Remis. Mit einer 2200er Leistung konnte er auf die fünfte Runde dann verzichten. Tom schenkte sich ebenfalls die fünfte Runde. Er hatte zwei schnelle Auftaktsiege eingefahren und dann dem topgesetzten Jens Hirneise einen harten Kampf geliefert, in dem er am Ende leider unterlag. In Runde 4 stand er deutlich besser gegen Michael Schrimpf, unterlag aber noch denkbar unglücklich in einer Marathon-Partie.

Stark spielten auch Christian Beimler, Andreas Kampert und Georg Seisenberger, die mit 3/5 zwischen den Plätzen 21 und 25 im 80er Feld ins Ziel kamen und alle eine ELO-Performance von über 2100 einfuhren. Christian hatte den früheren Bad Ischl-Sieger Florian Sandhöfner dabei in Runde 2 völlig überspielt, ehe dieser noch ins Remis entschlüpfte. Sein Sieg in der Schlussrunde gegen David Stinner ist in der Aufgabe unten zu sehen. Andreas bot kreativstes Schach, stellte starke Gegner vor große Probleme und hätte um ein Haar den Schönheitspreis des Turniers gewonnen, nachdem er gegen einen der Sieganwärter, Daniel Kölber, zwei Türme geopfert hatte und am Ende mit 6 Bauern, Läufer und Dame gegen Dame und zwei Türme eine Gewinnstellung erspielt hatte. Auch diese findet sich in einer Aufgabe unten. Georg kam in Runde 1 gegen den an Nummer 2 gesetzten Peter Sadilek unter die Räder, stabilisierte sich dann aber mit zwei sauberen Endspielsiegen und vergab gegen Philipp Biedekopf vom SK Passau einen dritten möglichen Endspielsieg, siege Aufgabe unten.

Alfred Winkelmeier startete mit einem unverhofften Remis gegen Jürgen Wawra, stellte dann einige Partie gegen stärkere Gegner etwas unnötig ein und kam in der Schlussrunde noch zu einem schönen Damendspiel-Sieg. Armin Wallrab wurde hervorragender 9. im B-Open, zeigte dabei einige sehenswerte Königsangriffe und in der Schlussrunde eine meisterhafte Positionspartie gegen Alexander Wesel. Mit einer 2000er Performance spielte er für seine ELO Zahl eigentlich zu stark und muss sich Gedanken machen, wie er diese lächerlich niedrige Zahl endlich hinter sich lassen will.

Herausragend präsentierte sich Raphael Funk im C-Open. Raphael holte 3,5/5 gegen ausnahmslos stärker bewertete Gegner und landete am Ende auf Platz 7. Dabei war er nur an 70 Nummer gesetzt. In der Schlussrunde bezwang er Franz Mayrhuber mit einer schönen dreizügigen Kombination, die ihm eine Mehrfigur einbrachte. Auch Adrian Müller performte stark. Mit 3/5 gegen ausnahmslos stärker bewertete Gegner blieb er ohne Niederlage und landete auf Rang 24 . Dabei zeigte er gute Kenntnisse im Endspiel Turm gegen Dame, das er Remis halten konnte und hervorragende Eröffnungsvorbereitung in allen Partien. Mit etwas mehr Stehvermögen hätte er nicht nur gegen Herbert Staufer, den er taktisch nach allen Regeln der Kunst überspielte, sondern auch noch die ein oder andere Remispartie gewonnen. Marcel Haffstein landete, gesundheitlich leicht angeschlagen, im D-Open mit 1,5/5 im Rahmen seiner Erwartungen.

Ein paar Impression aus Bad Ischl zeigen, wie attraktiv das Turnier, das im kaiserlichen Theatersaal im Kurpark ausgetragen wird, ist.

im Kurpark
Kampert – Kölber
Seisenberger – Biedenkopf

Stinner – Beimler folgt.