Ligabetrieb

Erste kommt mit blauem Auge davon: 4-4 in Ebersberg

Armin Höller rettete mit einem Turmendspielsieg aus schlechterer Stellung heraus die erste Mannschaft vor einer Niederlage beim Tabellenletzten, der dieses mal allerdings mit einer wesentlich stärkeren Mannschaft antrat als in allen 5 Ligapartien zuvor. Leo Knoblauch spielte eine brillante Partie, Philip Schwertler gewann überzeugend, während die ersten drei Bretter ihre Partien vergurkten. Mario Walter hätte der Mann des Tages sein können. Denn er hatte bis weit ins Leichtfigurenendspiel hinein auf ein Tor gespielt, am Ende aber den Gewinn weggeworfen. Andreas Kampert spielte Remis, aber diese Partie hätte drei mögliche Ergebnisse haben können.

Für den kurzfristig erkrankten Markus Reischl rückte Mario ins Team. Die Gastgeber hatten mit Maximovic und Guzsvany zwei Legionäre eingeflogen, die normalerweise nur äußerst selten zum Einsatz kommen. Der Auftakt verlief unspektakulär. Edi Huber spielte Französisch mit Zenker, Thomas Niedermeier London mit Maximovic und Georg Seisenberger Slawisch mit Guzsvany. Leo hatte Caro Kann gegen Graf eröffnet. Auf den restlichen Brettern wurden weniger klassische Varianten gespielt. Armin hatte gegen Keil nach gutem Anfang einen positionellen Vorteil ausgelassen und stand prompt mit dem Rücken zur Wand bzw. prallte am Ebersberger Zentrum ab. Mario hatte gegen Kasmins schnell die Initiative übernommen, während Andreas gegen Gil und Philip gegen Schweiger ausgeglichen aus den Eröffnungen kamen.

Im Mittelspiel zeigte sich Leo brillant aufgelegt. Er überspielte ohne nennenswerten Zeitverbrauch den normalerweise sehr soliden Graf nach Belieben. Auch Mario stand klar besser: er hatte in eine Leichtfigurenendspiel mit Mehrbauer abgewickelt. Armin indes hing in den Seilen. Seine Position war ruiniert und taktische Chancen hatte einzig sein Gegner. Bei Philip und Andreas auch in dieser Phase zähes Ringen um Vorteil – ohne Ertrag. Spannender waren die ersten drei Bretter. Edi hatte immensen Zeitvorteil, lies aber leider Zenker mehr Gegenspiel als nötig. Und so warf der Ebersberger Spitzenspieler mit nur mehr Inkrement auf der Uhr alles nach vorne. Edi gewann einen Turm, musste aber eine Quali zurückgeben und sah sich einem starken Königsangriff in der Brettmitte ausgesetzt. Letztlich überschätze er seine Stellung, spielte auf Gewinn, statt ein Dauerschach zu akzeptieren. Das sollte sich rächen – denn Zenker fand zwei stille Züge und gewann die Partie mit Matt. Georg hatte seinen f-Bauern zum Sturm auf die schwarze Rochedestellung in Bewegung gesetzt, als er von einem dubiosen Verteidigungszug Guzsvays überrascht wurde. Die entstehende Stellung war so komplex, dass Georg die objektiv gewonnene Stellung nicht heimspielen konnte. So entkam der Ebersberger Ungar und Georg stellte entnervt auch noch einen Läufer ein: 0-2.

Huber-Zenker: Td2 hielte Remis
Seisenberger – Guzsvany: wie konnte weiß gewinnen?

Auch bei Tom lief es nicht rund. Er opferte einen Bauern in schwieriger Stellung für eine offene Linie, musste aber feststellen, dass seine Figurenaktivität nicht ausreichte. Trotz vieler taktischer Tricks, die Maximovic in Zeitnot alle abwehren konnte, war die Stellung nicht mehr zu halten.

Maximovic – Niedermeier: schwarz steht nur scheinbar ok
Kasims – Walter: es folgte kaum fassbar e3??

Etwa zur selben Zeit hatte Mario seinen Mehrbauern einzügig und ohne Not eingestellt und ein klar gewonnenes Endspiel ins Remis verdorben. Bitter, denn seine Partie war bis dahin sehenswert gewesen. Musterschüler des Tages war damit einzig Leo, der am Ende noch einen Turm in bereits gewonnener Stellung gewann. Eine Partie fürs Lehrbuch: 1,5-3,5.

Die restlichen Partien gingen in dir Verlängerung. Armin spielte ein glatt verlorenes Turmendspiel, Andreas einer remisliche Blockadestellung und Philip hatte einen Bauern gewonnen. Kurz vor der letzten Zeitkontrolle vollendete Philip dann sein Tagwerk mit einem schönen Springer-Scheinopfer.

Graf – Knoblauch: schwarze Dominanz bis zum Schluss
Schweiger -Schwertler: Sh4:! gewann

Und dann geschah das Wunder: Armin übernahm mehr und mehr die Initiative, stellte seinen unerfahrenen Gegner vor Probleme und gewann schließlich einen wichtigen Bauern. Das verbleibende Endspiel war auf einmal glatt gewonnen. Auch wenn Keil kräftig mithalf, so doch großen Respekt an Armin für diesen kreativen Sieg in einer lange verlorenen Partie. Andreas wollte dann das Glück nicht weiter strapazieren und verzichtete darauf die Partie im Gambling-Modus zu entscheiden: Remis und 4-4.

Höller – Keil: c5 macht das Wunder perfekt
Kampert – Gil: am Ende war nix los!

Auch wenn sicher mehr drinnen war, so müssen wir am Ende heilfroh über das Unentschieden sein, das uns auf 6-6 bringt. Zum sicheren Klassenerhalt sind 9 Punkte nötig.

Die Zweite siegte mit 6,5-1,5 beim SK Ingolstadt II (Remis durch Karsten Stahlschmidt, Siege von Jonas Andre, Stephan Crone, Herbert Peter, Alfred Winkelmeier, Theo Eichinger und Alex Pertaia). Die Dritte spielte gegen Neuburg III 2-2. Beide Mannschaften traten zu dritt an und erreichten ein faires Unentschieden.

Erste mit hartumkämpften 4-4 gegen Gröbenzell

Mit einem am Ende verdienten Punktgewinn trennt sich die erste Mannschaft auch ohne Edi Huber und Andreas Kampert (beide auf Familienfeiern) vom Tabellenzweiten. Über weite Strecken sah es nach dem ersten Heimsieg aus. Am Ende mussten wir nach 2-4 Rückstand mit einem 4-4 zufrieden sein.

Für Edi und Andreas rückten Andi Fröschle und Markus Reischl ins Team. Jonas Andre ersetzte wieder Felix Baier. Markus gab sein Saison-Debüt und das eindrucksvoll. Andi spielte lange kreativ, am Ende aber glücklos.

Das Match begann sehr vielversprechend: Aus der Eröffnung heraus hatte Thomas Niedermeier gegen Christina Winterholler bereits entscheidenden Vorteil erspielt. In der Diagrammstellung gewann schon Se4:, weil der Springer tabu ist wegen matt auf d1. Das einzige, was sich Tom in der Folge vorwerfen muss, ist dass er nicht schneller das Match beendete. Er spielte die längste Partie von allen – allerdings praktisch vier Stunden auf Gewinn stehend. Die übrigen 7 Partien liefen über knappe vier Stunden bis zur Zeitkontrolle – und alle Partien waren umkämpft.

Georg Seisenberger hatte gegen Alexander Maier mit einer unangenehmen Variante Probleme und verlor mit e4 in der Diagrammstellung den Faden. Nach Lb4 spielten die schwarzen Leichtfiguren und das weiße Zentrum brach zusammen. 0-1

Winterholler-Niedermeier: schwarz gewinnt
Seisenberger-Maier: nach e4? gewinnt Lb4

Jonas Andre hatte hingegen stark eröffnet und klare Eröffnungsvorteile gegen Nakamura erzielt. Es war sehr bitter, dass er in der Diagrammstellung zum dubiosen Sf5 griff, und nach Lf5: ef: war e4 schon entscheidend. Und es kam noch bitterer. Andi Fröschle spielte eine interessante Partie, nahm ein Bauernopfer von Feierlein an und hatte danach schon die weiße Initiative überstanden, als es in der Diagrammstellung zu einer nicht ganz leicht zu sehenden Problematik kam: Andi nahm auf e3 den Läufer und musste anschließend feststellen, dass er nichts mehr gegen f6 tun kann; denn der Sc6 muss gedeckt werden bzw. Tbd8 musste gezogen werden, wonach f6 nebst Le4 positionell die Partie schon entschied: 0-3 in einem Wettkampf, der bis zu diesem Zeitpunkt maximal 1-2 stehen durfte.

Andre-Nakamura: Sf5? verliert
Feierlein-Fröschle: Se3: verliert die Kontrolle über f6

Die verbleibenden Bretter standen alle lange gut bis sehr gut. Schnell kam Markus Reischl zum 1-3. Er hatte die Partie schon gleich nach der Eröffnung durch eine Fesselung dominiert und in der Folge die Initiative übernommen. In der Diagrammstellung war die Partie längst schon entschieden, denn die weiße Dame ist bereits überlastet. Und auch Armin Höller gewann binnen umgehend und stellte auf 2-3. Armin hatte lange auf ein Tor gespielt, in Zeitnot seinen Vorteil vergeben, dann aber wieder stark aufgespielt und in der Diagrammstellung patzte Tunka dann mit Ld7-e6?? entscheidend. Es ist eine nette Knobelaufgabe am Brett entstanden, die Armin bis zum Matt in der Partie führte.

Golder-Reischl: schwarz gewinnt – wie?
Höller-Tunka: Ld7-e6?? war ein Fehler; warum?

Schade, dass Philip dann den Faden verlor. Er hatte in symmetrischer Stellung das Läuferpaar und hätte in der Diagrammstellung mi b4 positionelle Vorteile erzielen können. Stattdessen spielte er nach Lb5 La8 b4? und übersah die Gabel auf b3. Er verlor Quali für Bauer und konnte die entstehenden Komplikationen nicht mehr verteidigen: 2-4 mit ein bis zwei verschenkten Punkten.

Es hing nun alles an Leo Knoblauch, der gegen Schmidt die komplizierteste Partie des Tages mit vielen Aufs und Abs bestritt. In der entscheidenden Phase war eigentlich Schmidt am Drücker, nachdem beide Seiten schon Chancen herausgespielt und wieder vergeben hatten. Er opferte auf f7 den Springer und erwartete Kf7: nebst Einschlag auf e6. Stattdessen konterte Leo mit Sf4:! Und nach Sh6+ und Kg7 ef: stehen die weißen Figuren so unglücklich, dass schwarz zum entscheidenden Königsangriff kam. Dank Leos Nerven stand es 3-4 und Tom ließ es sich nicht mehr nehmen, seinen inzwischen etwas abgeschmolzenen Vorteil dann in einem Springerendspiel zum 4-4 zu verwandeln.

Schwertler-Shahin: weiß verpasst b4!
Schmidt – Knoblauch: Sf7: geht nicht, warum?

Es war mehr drinnen. Aber am Ende muss man mit dem 4-4 hochzufrieden sein. Mit 5-5 Punkten liegen wir zwei Punkte hinter Platz 1 und einen Punkt vor den Abstiegsrängen. In dieser Liga kann eben jeder jeden schlagen. Zum Klassenerhalt sind es noch drei Punkte aus vier Spielen.

Die Zweite holte auch ein 4-4 gegen Abensberg. Starke Siege holten Herbert Peter und Jugendspieler Alex Pertaia. Felix Baier und Norbert Holzmayer unterlagen, Norbert lief in glatter Gewinnstellung in ein Matt. Georg Langenegger, Lars Porsche, Stephan Crone und Mario Walter remisierten. Die dritte Mannschaft gewann durch Siege von Ivan Petrov, Bert Kaindl und Theo Eichinger und einem Remis von Anton Petrov mit 3,5-0,5 in Moosburg.

Erste gewinnt sicher in Ingolstadt

Die erste Mannschaft siegt im Lokalderby mit 5.5-2.5. Eine konzentrierte Mannschaftsleistung und ein guter Start waren entscheidend. Für den noch rekonvaleszenten Markus Reischl spielte Felix Baier und der war maßgeblich am Wettkampfverlauf beteiligt.

Baier-Doan: Sc6: gewinnt

Huber-Michaelis: Remis nach Lh7:

Felix kam gegen Doans aggressive Alapinerwiderung gut zu recht. Er rechnete sicher und tief und widerlegte den unpassenden Bauernvorstoß e5 überzeugend. Einige Züge später gewann er eine Figur für 2 Bauern, was mehr als vorentscheidend war. In der Diagrammstellung gewinnen einige Züge; Felix wählte Sc6: und nach Dd1: Ld1:! Danach ist Le6 erzwungen und mit der Idee f4 fällt am Ende der Läufer. Das Endspiel mit Turm und Läufer gegen Turm spielte er sicher nach Hause. Ebenso wichtig war die starke Performance von Edi Huber, der gegen den Ingolstädter Spitzenspieler Michaelis eine Winawer-Variante sicher neutralisiert. Am Ende führte ein Läuferopfer auf h7 zum Zugwiederholungsremis. Schwarz hat nach Kh7: Dh5+ nur Tf6 und danach erzwingen Dame und Springer ein Zugwiederholungsremis. Gegen einen schwächeren Gegner hätte Edi wohl nicht das Remis erzwingen, sondern statt Lh7: mit de: auf Angriff gespielt.

Der Dritte im Bunde, der den starken Auftakt absichert, war Leo Knoblauch, der gegen Perinan Freire lange Initiative hatte, keinen entscheidenden Vorteil erreichen konnte und so am Ende ein Remis sicher nach Hause spielte. 2-1.

Perinan Freire-Knoblauch: Das Endspiel ist Remis

Götz-Schwertler: am Ende gewann Ld4 eine Figur

Seisenberger- Muharemagic: Le6 gewinnt

Die restlichen Partien verliefen zunächst sehr ausgeglichen und sicher aus unserer Sicht. Die beiden verbliebenen Weißpartien von Andreas Kampert gegen Duraku und von Georg Seisenberger gegen Muharemagic waren im Gleichgewicht, wobei die Ilmmünsterer ihren Gegnern keine Gewinnchancen beliesen. So waren die Ingolstädter auf die Partien von Reilein gegen Thomas Niedermeier und Andreoli gegen Armin Höller angewiesen. Denn nur hier boten sich Ansätze, auf Gewinn zu spielen. Bei Götz gegen Philip Schwertler ging das für Ingolstadt sehr schnell schief. Philip hatte mit dem Läuferpaar und der offenen f-Linie Druck auf den e4-Bauern gemacht. In der Folge dessen kam es zu taktischen Verwicklungen, bei denen Philip schließlich eine Figur gewann. 3-1.

Und nun passierte das, was in solchen Mannschaftskämpfen immer passiert. Die führende Mannschaft ist weniger unter Druck und der Gegner muss riskieren. In der Folge patzte Duraku gegen Andreas und landete in einem Turmendspiel mit vielen Ingolstädter Bauernschwächen. Auch Muharamagic landete in einem passiven Läuferendspiel gegen Georg. Und so konnten beide Ilmmünsterer völlig gefahrlos agieren. Ein weiterer Punkt bei dem einen hätte jederzeit ein Remis des anderen bewirkt und damit den Mannschaftssieg. Kurz vor der Zeitkontrolle patzte Muharemagic dann entscheidend und Georg eroberte spielentscheidend den c6 Bauern. In der Diagrammstellung ist schwarz in Zugzwang und nach Kb8 und Kb6 gab Muharemagic auf. 4-1.

Aber Andreas hatte es da schon nicht mehr nötig, Remis zu geben. Auch er hatte einen Bauern gewonnen und spielte weiter auf den ganzen Punkt.

Kampert-Duraku: der erste Bauer eingeheimst

Reilein-Niedermeier: komplexe Stellung, Zug 40

Andreoli-Höller: schwarz hat keine Perspektive

Gefährliche Momente musste indes Tom durchleben. Die weißen Ingolstädter Damenflügelbauern schienen bedrohlich auf dem Vormarsch und Toms h- Bauer (wer sonst?) schien etwas langsam. In der Analyse zeigten sich einige weiße Gewinnideen; allerdings waren wohl alle parierbar. Armin hatte indes im Mittelspiel total den Faden verloren. Der einzige in dieser Saison bislang ungeschlagene Ilmmünsterer stand auf Verlust.

Dass es gar nicht mehr eng wurde, war dann Tom zu verdanken, der mit feinem taktischen Trick, den b-Bauern einheimste. In der Diagrammstellung zog Reilein Sd4 (a6 war etwas giftiger) und Tom kam mit Le1! ans Ruder. Wegen der Drohung Lg3 nebst Tg1 kann der König den b-Bauern nicht decken und der Läufer ist wegen Tg1 tabu. In der Folge verflachte die Stellung ins Remis, auch wenn Tom noch eine Stunde weiter im Trüben nach einem ganzen Punkt fischte.

Andreas fand danach nicht den schnellsten, aber einen sicheren Gewinnweg zum 5-1. Und Armin trickste lange in einem verloren Bauernendspiel umher. Genutzt hat es am Ende trotz aller Kreativität nichts mehr. 5-2. Tom gab dann schließlich um halb 4 sein Turmendpiel endlich Remis 5.5-2.5.

Fazit: ein sicherer Sieg ohne Glanzmomente, mit einem starken Felix, einem starken Philip und einem starken Edi. Der Rest war eine geschlossene Mannschaftsleistung wie sie in dieser Saison noch nicht erreicht worden war. Mit 4-4 Punkten fehlen uns aktuell 2 Punkte auf Platz 1 und wir haben nur zwei Punkte mehr als der Letzte. Für den Klassenerhalt braucht man 8 Punkte.

Die zweite Mannschaft verlor 3-5 in Mainburg. Mario Walter gewann am Spitzenbrett. Jonas Andre, Norbert Holzmayer, Anton und Ivan Petrov remisierten. Die dritte Mannschaft verlor 1,5-2,5 gegen Kösching 2. Die beiden U10 Spieler Fabrice Göke und Raphael Funk schlugen sich achtbar, verloren aber. Theo Eichinger gewann und Bert Kaindl remisierte.

Jugend rückt auf Platz 5 vor

Durch zwei Siege gegen Ingolstadt/Nord und Rohrbach und ein 2-2 gegen Neuburg erreicht die U12 am Saisonende mit 12-10 Punkten Platz 5. Es wurde kein einziger Wettkampf verloren. Einzig am ersten Blockspieltag konnte aufgrund von mehreren Absagen keine Mannschaft zusammengestellt werden, so dass vier Spiele kampflos abgegeben wurden. So erreichte man eigentlich 12-2 Punkte.

Mit Ivan, Martin und Fabrice haben gleich drei Spieler alle ihre Partien gewonnen. Auch Maxi, Raphael und Michael konnten sich in die Siegerliste eintragen, mussten aber auch einige Niederlagen einstecken. Aber auch das ist kein Beinbruch gewesen.

Lars hat als Trainer jedenfalls nach wie vor eine weiße Weste und das sollte nächste Saison so weitergehen.

Erste unterliegt unglücklich gegen Starnberg

Das 2,5-5,5 spiegelt den engen Wettkampf am Ende überhaupt nicht wider. Denn Ilmmünster hatte lange alle Trümpfe in der Hand und hätte mindestens ein 4-4 erreichen müssen.

Für den immer noch rekonvaleszenten Markus Reischl spielte diesmal Felix Baier. Jonas Andre rückte in die 2.Mannschaft. Ansonsten trat das Team in der Besetzung an, die in Freilassing gewonnen hatte.

Der Beginn des Wettkampfs deutete schon auf ein enges Match hin. An einigen Brettern hatten wir bessere Stellungen, an anderen zu kämpfen. Einzig Leo Knoblauch in Szalewa tauschten sich schnell in ein Leichtfigurenendspiel, das sie Remis gaben. Die Stellung war im Gleichgewicht, hätte aber durchaus Potenzial zum Weitersielen für beide Seiten gehabt.

Knoblauch – Szalewa: Remis

Höller – Tuchenhagen: +- nach b4

Ganz anders ging Armin Höller zu Werke. Er nutzte einen verfrühten Vorstoß von Tuchenhagen mit feinem Eröffnungsspiel aus und erzielte bereits nach 13 Zügen eine Gewinnstellung. Im Diagramm unten gewann schon b4. Es folgte noch ab: (Da1:, Lb2 +-) Lb2 Dd5 ab: Ta1: La1: Lb4: und nach Db4 gab schwarz auf. So hieß e nach 90 min 1,5-0,5.

Leider hatte zur selben Zeit Felix Baier bei seinem Saisondebut in der Ersten einen Eröffnungsfehler gemacht. Statt Df7 hätte er Dd7 oder Tf7 spielen müssen. Nach b5 Sd8 entschied Wehr mit dem feinen Zwischenzug Le7 die Partie pratisch schon für sich. Felix wehrte sich noch einige Zeit, konnte aber die verlorene Stellung nicht mehr halten.

Nach diesen drei schnellen Partien sah es dennoch nicht schlecht aus. Edi Huber hatte fein eröffnet und mit schwarz deutliche Vorteile gegen Steinmüller erspielt. Auch Thomas Niedermeier hatte eine vielversprechende Stellung gegen Gschwendtner ins frühe Mittelspiel transportiert. Andreas Kampert und Georg Seisenberger kämpften in ihren Schwarzpartien gegen die beiden Lizkas hingegen um Ausgleich. Da aber Philip Schwertler gegen Absmeier die aktivere Stellung zu haben schien, konnte mit einem positiven Ergebnis gerechnet werden.

Etwas bitter war dann, dass Philip zwei Ungenauigkeiten Absmeiers nicht zum frühen Gewinn nutzen konnte. So zog er a Tempo nach e5 d5, statt mit c5 praktisch schon zu gewinnen. Und später verpasste er mit dem natürlichen Sf5 einen deutlichen Vorteil. Aber so oft Absmeier auch ausglich, Philip kam immer wieder in Vorteil.

Bei Edi und Tom hingegen sah alles nach zwei Punkten aus. Denn Edi hatte einen gefährlichen Freibauern auf d3 und Tom starken Königsangriff. Auch bei Edi kann man ledlich kritisieren, dass er mit b5 und b4 zwei Tempi gab – da war eine schnellere Entscheidung möglich. Es sah so aus, dass mit nur einer weiteren verlorenen Partie der Wettkampf gewonnen sein müsste. Während Georg nach und nach ausgleichen konnte, wurde Andreas Stellung immer schwieriger.

Wehr – Baier: +- nach Le7

Litzka M – Kampert: +- nach Ld5

Just als Andreas mit der letzten Ungenauigkeit die Partie dann einstellte (e6 wurde im Diagramm mit Ld5! beantwortet), nutzte Georg eine Starnberger Unachtsamkeit in bereits kippender Partie zu einem entscheidenden taktischen Schlag. Er installierte einen Tarraschspringer auf f4, gewann einen Bauern und zerschlug die weiße Königsstellung. Mit den verbelibenden Partien von Edi, Tom und Philip sollte das eigentlich zum Mannschaftserfolg reichen.

Aber es kam anders. Edi stellte seine Partie, die bis dahin praktisch nur auf ein Tor gespielt wurde, einzügig ein. Steinmüller hatte eine Mattdrohung mit Tf1(??) aufgestellt. Es droht in der Diagrammstellung Tf4 nebst h4 matt. Und d2 geht nicht, denn dann folgt h4+ nebst Kg4 und Lf3+ mit Turmgewinn und Entschärfung des d-Bauern. Edi geriet in Panik und patzte trotz ausreichend vorhandener Bedenkzeit mit Ld5 (???). Nach Ld5: Td5: ist in der Tat Tf4 nebst matt nicht mehr zu verteidigen. Indes hätte Edi hier einzügig gewinnen können. Wie?

Steinmüller – Huber: schwarz am Zug

Niedermeier – Gschwendtner – weiß am Zug

Umgehend konterte Tom mit feinem Finish (Diagramm, Wie?) zum 2,5-3,5. Statt 3,5-2,5 mit fast sicherem Sieg, kam nun alles auf Philip an. Dieser hatte inzwischen Gewinnchance Nr.3 ausgelassen. Ein Damenrückzug nach d1 statt nach f5 hätte den e-Bauern umsonst gewonnen. In der Partie verlor Philip ein wichtiges Tempo, kam aber umgehend wieder in entscheidenden Vorteil. In der Diagrammstellung entschied sich dann der Wettkampf. Philip zog – mit wenig Bedenkzeit – Sf5 (?), was den schlechten Lc8 gegen den starken Sh4 tauschen lässt und die Dame abseits stellt. Es folgte Lf5: Df5: und nach g6 Df3 folgte Sd7 mit klarem schwarzen Vorteil dank der gefährlichen Freibauern. Indes hätte auch Philip hier einzügig gewinnen können. Das primitive De3 mit erzwungenem Damentausch lässt drei passive schwarze Leichtfiguren zurück und die weißen Bauern c und d sind viel gefährlicher als die nicht mehr unterstützen a- und b-Bauern.

In der Partie waren auf einmal Philips Dame und die Leichfiguren deplatziert und Absmaier spielte Punkt und Mannschaftssieg locker nach Hause.

Schwertler – Absmaier: weiß am Zug

Litzka R – Seisenberger: schwarz am Zug

Die Slapstickeinlage des Tages sollte indes noch folgen – allerdings nur noch für die Gallerie. Georg hatte mit 5 min gegen 2 min eine klare Gewinnstellung am Brett, die Litzka zu letzten Schwindelchancen zwang. Der Starnberger versuchte schließlich das Opfer Sf6: mit der letzten Minute auf der Uhr. Und hier geriert Georg völlig durcheinander, verwarf das geplante Df3: wegen Se8:+ ohne auch nur einen Zug weiter zu rechnen. Es gewinnt jeder praktisch Königszug die weiße Dame und damit die Partie. Auch der Partiezug Kf6: gewinnt noch – aber jetzt war die Rechenaufgabe in der Zeit nicht mehr zu schaffen. Man müsste Kg7 finden und dann verstehen, dass nach Sd7: Kf7 gewinnt, weil die Mattdrohung jetzt nicht mehr ohne Damenopfer abwehrbar ist. Georg nahm auf e5 mit dem Turm (mit 1 Sekunde Bedenkzeit) und nach Le5: begriff er, dass der Gewinn futsch war. Derart geschockt überschritt er in immer noch gleicher Stellung die Zeit.

Das Endergebnis von 2,5-5,5 war natürlich viel zu hoch. Im Gegensatz zur Auftaktniederlage gegen Ergolding waren wir dieses mal fast vier Stunden am Drücker und verloren binnen 20 min zwei bis drei Brettpunkte und zwei Mannschaftspunkte. Immer noch sind die krassen Fehler nicht abgestellt. SO liegen wir aktuell mit 2-4 Punkten am Tabellenende und benötigen gegen Ingolstadt dringend einen Sieg in der nächsten Runde.

Die Zweite unterlag gegen Beilngries mit 3,5-4,5. Herbert Peter gelang ein sehenswerter Opfersieg. Stephan Crone. Alfred Winkelmeier, Norbert Holmayr, Jonas Andre und Georg Langenegger spielten Remis. Mario Walter und Dominik Böhm verloren. Die Dritte gewann 4-0 gegen Moosburg 6 in der Aufstellung Lars Porsche, Alex Pertaia, Ivan Petrov und Anton Petrov.

Erste mit Wiedergutmachung: wichtiger 4,5—3,5 Sieg in Freilassing

Nach spannendem Verlauf entscheidet Andreas Kampert gegen Peter Donegani den Mannschaftskampf zweier nicht ganz in Bestbesetzung angetretener Mannschaften durch Läufergewinn nach fünfeinhalb Stunden Spielzeit.

Bei den Ilmmünsterern fehlte Markus Reischl krankheitsbedingt. Für ihn rückte Jonas Andre ins Team. Bei den Gastgebern fehlte Hamberger aus beruflichen Gründen, für den Brett 1 freigelassen wurde. So gewann Edi Huber kampflos. Dafür rutschten die starken Durakovic, Velickovic und Besner jeweils ein Brett nach hinten.

Herrmann-Schwertler: mit Le6 warf Philip die Partie weg

Durakovic-Niedermeier: die schwarze Aktivität reicht nicht

Den 1-0 Vorsprung egalisierte der Freilassinger Hermann, der einen Blackout von Philip Schwertler ausnutzte nach gerade einmal eineinhalb Stunden eine Figur gewann. Das war in einer zuvor völlig ausgeglichenen Stellung natürlich sehr bitter. Und es ging ebenso unschön weiter: Thomas Niedermeier hatte irgendetwas in der Eröffnung durcheinander gebracht. Er kam gegen Durakovic schnell in eine schwierige Stellung und versuchte durch zwei Bauernopfer Aktivität zu erlangen. Durakovic wehrte aber alle Drohungen ab und wurde seinerseits mit Turm und Springer aktiv. Kurze Zeit später kollabierte die Ilmmünsterer Stellung. 1-2

Auf den übrigen Brettern wurde verbissen gekämpft. Armin Höller hatte gegen Prüll einen vorgerückten Bauern auf h4 gewonnen. Jonas Andre hatte etwas Raumvorteil am Königsflügel gegen Flatz. Andreas Kampert stand gegen Donegani in einer symmetrischen Bauernstellung etwas unter Druck und Leo Knoblauch musste sich mit einem interessanten Figurenopfer von Besner auseinandersetzen. Georg Seisenberger hatte indes gegen Velickovic eine Figur für zwei Bauern geopfert.

Leo gab die Figur für sofort für ein etwa gleiches Endspiel zurück. Auch Velickovic gab eine Quali zurück, um den größten Druck aus der Stellung zu nehmen. Beide Partien standen Spitz-auf-Knopf. Etwas Glück dann für Andreas, als der bis dato stark spielende Donegani einen Bauern durch eine relativ billige Falle einstellte. Es entstand ein Endspiel mit Damen und verschiedenen Läufern mit Mehrbauer für Andreas. Jonas rückte am Königsflügel mit e- und f-Bauern vor, während Armin sich noch mühte, den entscheidenden Gewinnplan zu finden.

Als Georg versuche, mit taktischen Drohungen die freilassinger Rochade zu verhindern, fasste Leo den falschen Endspielplan: statt eine Doppelturm- oder Turmendspiel anzustreben, landete er in einem Läuferendspiel und dieses war prompt verloren. Besner realisierte technisch präzise und unbarmherzig: Georg verbuchte indes einen Teilerfolg. Velickovic musste in eine Zugwiederholung einwilligen. Seine Dame hatte nur die Felder a8 und a7 zum Pendeln: 1,5-3,5.

Besner-Knoblauch: Ende eines präzisen Endspiels

Seisenberger – Velickovic: Zugwiederholung nach Da8

Das Zwischenfazit nach 3 Stunden sah nicht gut aus. Aber der Wettkampf war damit noch lange nicht verloren. Denn die zwei Partien mit Ilmmünsterer Vorteilen wurden souverän in zwei Punkte umgesetzt: Jonas gewann eine Figur und Armin hatte mit drei Mehrbauern und entscheidendem Königsangriff wenig Mühe seinen Vorteil zu realisieren. Diese beiden Start-Zielsiege stellten noch vor der Zeitkontrolle auf 3,5-3,5.

Flatz – Andre: ein schöner Figurengewinn

Das Match ging bald in die Verlängerung. Und Andreas schlug kurz vor Zeitkontrolle mit dem zweiten taktischen Trick zu. Donegani hatte in der Diagrammstellung einen starken a-Freibauern als Kompensaton für den Minusbauern nach vorne getrieben – zu weit nach vorne. Denn Andreas holte diesen zweizügig mit einem raffinierten Zwischenzug ab.

Höller – Prüll: drei Bauern und ein König für Ilmmünste

Das war aber noch nicht das Ende vom Lied. Klar war nur, dass Andreas kein Remis mehr nehmen würde und auf Gewinn spielen würde. Aber, ob das gelingen würde, war eineinhalb Stunden lang unklar. Erst als Andreas alles riskierte kam in der nächsten Diagrammstellung die Taktik zum dritten mal zum Zug. Andreas spielte h6 und nach Lg2: gh:. Es folgte Kg7 und nach Lh4 spielte Donegani Lf1 mit Mattdrohung – und fiel aus allen Wolken, denn Andreas zog nicht das erwartete Df6:, sondern Dg1 + mit Läufergewinn. Damit war die Partie entschieden und die Erste hatte die ersten beiden Punkte in der neuen Saison unter Dach und Fach.

 

Kampert – Donegani: zwei taktische Schläge entscheiden die Partie:

Dg1

Etwas glücklich, aber am Ende nicht ganz unverdient gelang somit Widergutmachung für den völlig verkorksten Saisonauftakt gegen Ergolding. Die wesentlich stärker eingeschätzten Freilassinger konnten v.a. dank der starken Auftritte von Jonas und Armin und der Nervenstärke von Andreas bezwungen werden.

Erste verpatzt (wieder einmal) Saisonstart

Mit einer desolaten Leistung unterlag die erste Mannschaft des SV Ilmmünster dem Aufsteiger Ergolding mit 2-6. Die Niederlage ging vollends in Ordnung und wurde durch viele haarsträubende und unerklärbare Fehler verursacht. Die Gäste aus Ergolding spielten hingegen konsequent und konzentriert. Diese junge Mannschaft mit 5 Jugendlichen ist sicher kein Abstiegskandidat.

Alles begann mit einem schnellen Remis durch Edi Huber gegen Stephan Mooser auf Brett 1. Edi zeigte sich bestens vorbereitet und so war der Ergoldinger Spielertrainer – nominell einer der stärksten Spieler der Liga – mit der Punkteteilung zufrieden.

Mooser, S – Huber Remis

Knoblauch – Lohr: Sdb5:? verliert

Somit lief alles eigentlich nach Plan. Denn an den verbleibenden sieben Brettern waren wir nominell allesamt stärker bewertet. Aber an diesem Tag sollte etwas ganz Anderes passieren. Der Unfug begann schon nach einer guten Stunde, als Leo Knoblauch gegen Lohr auf die Idee kam, eine früher ausanalysierte Najdorf-Variante „anzuwenden“. Prompt verwechselte er zwei Abspiele und kam dann in der Diagrammstellung auch noch auf die sorglose Idee mit dem Sc3 auf b5 zu opfern (in Ordnung ist Sdb5: ). Dies war gleichbedeutenden mit der kampflosen Überreichung des ersten ganzen Punktes an die Gäste, denn nach ab: Tb5: ist der La4 ungedeckt und Weiß verliert nicht nur Turm und zwei Figuren für die Dame, sondern lässt dem Schwarzen auch noch starke Drohungen, die Lohr dann sicher dazu nutzte, die Partie mit Genuss nach Hause zu spielen. Taktisch ließ der Ergoldinger, der eigentlich aus Mainburg stammt – wahrlich nichts mehr anbrennen.

Zu dieser Zeit stand Thomas Niedermeier, der geradewegs von der Nachtschicht ans Brett gekommen war, in etwa ausgeglichen gegen Nicholas Mooser. Georg Seisenberger hatte etwas Eröffnungsvorteil gegen Lichtmannecker und bei Andi Fröschle gegen Denk war auch der Ilmmünsterer im Vorteil.

Alle übrigen Bretter hatten äußerst bescheiden eröffnet. Philip Schwertler hatte gegen Astner eine Version des angenommen Damengambits am Brett, die er schon x-mal in Turnierpartien (u.a. gegen einen IM) vorteilhaft behandelt hatte – an diesem Tag spielte er seltsame Züge und platzierte seine drei Leichtfiguren so unglücklich, dass die schwarzen Bauern a und b bereits aus der Eröffnung heraus gefährlich wurden. Armin Höller hatte gegen Hammerl nicht nur jede Menge Zeit in seine ersten 8 Eröffnungszüge gesteckt, sondern auch bald schon große Probleme sein wacklig aufgestelltes Zentrum zusammenzuhalten. Andreas Kampert eröffnete derart passiv gegen Kreilinger, dass der Ergoldinger gar nicht anders könnte als einen Königsangriff einzuleiten. Allerdings war bei dieser Partie klar, dass Andreas keinen prinzipiellen Fehler gemacht hatte und die Königsindische Struktur einiges aushielt.

Alles in allem also trübe Aussichten nach zwei Stunden.

Fröschle- Denk: Sg6: hätte gewonnen

Lichtmannecker – Seisenberger: Sde5 hätte gewonnen

Aber es kam noch viel schlimmer. Andi hatte nach glänzendem Spiel eine glatte Gewinnstellung am Brett (Diagramm). Aus unerfindlichen Gründen vertraute er nicht auf das Opfer Sg6:, auf das er hingespielt hatte. Dabei hätte dieses Opfer den typischen Rochadeangriff mit Dh5 und dem g6 Bauern ermöglicht, der nicht mehr zu verteidigen war. In einer Variante – so Andi hinterher – hatte er sich verrechnet: hier vergaß er, dass er Lh6 mit Mattdrohung spielen konnte. Statt Sg6 zog er Sg4, vergab den Vorteil und stellte drei Züge später- die Brechstange geht hinterher nie – die Partie ein, als er unkorrekt versuchte doch noch einen Königsangriff anzuleiern. Das weiße Zentrum kollabierte und am Ende gewann Denk mit einer schönen Taktik die Partie. Nach 1,5 überreichten Punkten und einem Zwischenstand von 0,5-2,5 waren natürlich die verbleibenden Bretter unter Zugzwang.

Georg hatte sich auch daher entschieden, voll auf Königsangriff zu setzen. Ein Versuch, der scheinbar aufzugehen schien. Denn nach 20 Zügen hatte er alle (bis auf eine) Figuren im Angriff und Weiß mindestens drei unbeteiligte Randprotagonisten (Diagramm). Statt den letzten Gaul in die Schlacht zu stecken (Sde5), zog er fg: mit unkalkulierbaren Komplikationen. Sde5 gewinnt nach gf: und Sg6! sofort. Lf4: Tf4: Sg6 ist noch einfacher. Statt Sg6 hatte Georg aber nur Sf3 gerechnet, der nichts einbringt. Die Partie gelangte so in eine wilde Zeitnotphase, in der beide Seiten gute Chancen ausließen. Am Ende stellte Georg dann noch den zweiten halben Punkt ein und wurde matt. Auch hier hatte der Ergoldinger Jungstar die Nerven behalten. Das Überreichen des nächsten ganzen Punktes war schon der Genickschlag für das Team.

Kreilinger – Kampert: nicht sprach gegen Tf4:

Niedermeier – Mooser, N: nichts sprach gegen Sd6!

Andreas Kampert hatte inzwischen für etwas Licht am Ende des Tunnels gesorgt und sich nach Bauernraub konsolidiert (nicht ohne schwierige Momente überstanden zu haben). Aber auch er wollte an diesem Tag ganz „im Sinne der Mannschaft“ spendabel sein. In der Diagrammstellung hatte er gerade mit g5 (Weiß zog darauf Tg1), den weißen Springer gewonnen. Aber – zur Verwunderung seiner Teamkollegen, nahm er ihn nicht! Nach Tf4: Tg5:+ und Sg6 hat schwarz einen Mehrspringer und bei weiß hängen Dame und Turm. Nach Te5: Th4: Tf7: Kf7: wäre die Partie beendet gewesen. Andreas zog Tg7, ließ noch einen Gewinn aus und fand sich wenige Züge später in glatter Verluststellung wieder. Einzig hier hatten die Gäste dann ein Einsehen. Denn Kreilinger misshandelte das (zugegeben nicht leichte) Endspiel mit Mehrqualität dann doch noch, so dass Andreas zum ganzen Punkt kam.

Und auch bei Armin schien sich das Blatt zu wenden. Denn der bis dato so stark aufspielende Hammerl stellte auf einmal einen ganzen Turm (!) ein. Sollte vielleicht doch noch etwas gehen? Tom konnte immer noch gewinnen und Philip zumindest nicht verlieren. Sollte sich da noch ein blaues Auge mit 4-4 abzeichnen?

Die Antwort darf nicht überraschen: natürlich nicht! Denn Tom holte nun nach knapp vier Stunden seine schlaflose Nacht ein. Er spielte vor der Zeitkontrolle schon auf Inkrement. Dennoch hätte er mit mehr Frische sicher kein Problem gehabt zu erkennen, dass die einzügige Gabel Sd6 mit Mattdrohung mindestens den f5 Bauern gewinnt. So zog er monoton Kf1 und die Partie ging in die Verlängerung. Schließlich stellte er – mit Brechstangenschach – einen Bauern ein und verlor. Auch hier hatte der junge Mooser seine große Wettkampfhärte bewiesen.

Auch Armin verschenkte dann noch einmal einen halben Punkt. In der Diagrammstellung war ihm offenbar nicht bewusst, dass er nach Tg1, Lb3 mit Th1 den weißen König auf die h-Linie treiben konnte: Kg5 und Ke5 mit Opposition schaut schwer nach einer Zugzwangstellung für Weiß aus. Armin spielte indes Tg2 und nach Lb3 Tf2+ ? wonach keine Opposition mehr zustande kommt.

Hammerl – Höller: warum nicht Tg1 nebst Th1!

Schwertler – Astner: warum nicht Sc4: versuchen?

Und auch Philip wollte nicht ohne Gastgebergeschenk nach Hause gehen. Allerdings nur ein ganz kleines. Denn er verschmähte in der Diagrammstellung den Qulitätsrückgewinn Sc4:, zog Lf6: und stellte nach Tc1 fest, dass er mit Zitronen gehandelt hatte. Ob die Partie nach Sc4: noch zu halten gewesen wäre, ist eine andere Frage.

Fazit: So desolat haben wir in der Liga nichts verloren. Sowohl die z.T. verheerende Eröffnungsbehandlung als auch die vielen Fehlentscheidungen und Blackouts müssen schleunigst abgestellt werden. Ergolding hat hingegen eine starke Mannschaft, die an diesem Tag eindeutig besser war als wir.

Die zweite Mannschaft gewann erstaunlich hoch gegen Friedrichshofen. 6-2 hieß es am Ende. Mario Walter und Felix Baier hatten schnell sichere Remisen beigesteuert, Mannschaftsführer Alfred Winkelmeier und Stephan Crone (beide nach vielversprechenden Partien) weitere halbe Punkte eingefahren. Herbert Peter hatte kampflos gewonnen. Die restlichen drei Siege von Theo Eichinger, Georg Langenegger und Norbert Holzmayer waren etwas glücklich, da hier die Gäste gute Chancen liegen ließen.

Die dritte Mannschaft siegte überraschend in Freising. 3,5 – 0,5 hieß es am Ende gegen Freising 3. Alex Pertaia überzeugte am ersten Brett mit einem Remis gegen Cyrener. Auch der zweite Nachwuchsspieler Ivan Petrov spielte stark. Er gewann ebenso wie Mannschaftsführer Bert Kaindl und Gerhard Wildmoser.

SV Ilmmünster ist Oberbayerischer Pokalsieger

Die Siegermannschaft: v.l.n.r. Philip Schwertler, Thomas Niedermeier, Edwin Huber und Andreas Kampert

Beim Finalturnier um den oberbayerischen Mannschaftspokal siegt die Mannschaft von Mannschaftsführer Thomas Niedermeier gegen den Kreisligisten Rosenheim und den Zweitligisten Weilheim und gewinnt erstmals in der Vereinsgeschichte den oberbayerischen Mannschaftspokal. Damit ist man für die Bayerische Pokalmeisterschaft qualifiziert.

Nach Sieg im Kreispokal über den Landesligisten Freising trat die Erste im oberbayerischen Pokalfinale im Sportheim Ilmmünster mit einigem Selbstvertrauen an. Für Georg Seisenberger rückte Andreas Kampert wieder zurück ins 4er-Team. Auch Leo Knoblauch pausierte. Armin Höller, Norbert Holzmayr und Georg Seisenberger kamen als Kibitze.

Die Auslosung zur ersten Runde brachte etwas Losglück, weil der vermeintlich Underdog aus Rosenheim (Pokalsieger Inn-Chiemgau) zugelost wurde, während Favorit Weilheim auf den Bezirksligisten aus Gauting traf. Nach der schnellen Führung von Edi Huber gegen Inngauer und einem Remis von Andreas Kampert gegen Geltinger war der Sieg gegen Rosenheim eigentlich schon unter Dach und Fach. Philip Schwertler gegen Braun und Thomas Niedermeier gegen Pouchon standen da schon klar besser. Philip hatte fünf Bauern für eine Qualität, Tom einen starken Bauern auf g7, gedeckt vom Springer auf f5. Allerdings unterlief ihm in Zeitnot ein Lapsus, als er mit wenigen Sekunden auf der Uhr fehlgriff und statt entscheidendem Vorteil eine unklare Stellung bekam. In der Folge versuchte er mit der Brechstange dem Remis auszuweichen, was ihm schließlich eine qualvolle Niederlage einbrachte – bitter. Philip hingegen verwandelte einen seiner vielen Bauern zur Dame und machte den Mannschaftserfolg 2,5-1,5 perfekt.

Parallel spielten sich am Nachbartisch einige kleinere Dramen ab. Gauting hatte schnell durch einen Sieg von Sperber gegen Gerlach 1-0 gegen Weilheim geführt. Der Gautinger Richter hatte danach aber den Faden verloren und aus einer deutlich besseren Stellung einen glatten Verlust gegen Tafertshofer produziert: 1-1. Und auch Ipfelkofer verlor gegen Guttenthaler ein zu Beginn vermutlich haltbares Endspiel. Die Gautinger hätten aber mit einem Sieg von Finsterwalder gegen DeFrancesco am Spitzenbrett dank Berliner Wertung noch gewinnen können. Und Finsterwalder hatte klaren Vorteil. Aber auch hier verlor der Gautinger gegen den ausgebufften Bundesligaspieler den Faden und lies sich am Ende in gleicher Stellung sogar noch Mattsetzen. Weilheim gewann somit 3-1.

Philip entkorkte Sh7!

mit Ld5 gewann Philip den Springer auf d2

Das Finale startete ausgeglichen. Nach zwei Stunden bekam DeFrancesco gegen Tom allerdings starke Initiative. Er hatte einen Bauern für eine Quali und viele taktische Drohungen. Auch Andreas mühte sich gegen Gerlach aus der Eröffnung. Gute Positionen hatten Edi gegen Guttenthaler und Philip gegen Tafertshofen. So lehnte Edi dann auch ein Remisangebot ab. Ein wichtiger Moment des gesamten Finales war dann Philips geniale Idee seinen Springer auf h7 zu parken.

Tafertshofer fand keine Verteidigung gegen die Drohungen auf d7 und e4 und spielte Se5. Philip schlug auf f6 und nach gf: folgte Le4: und nach Td2: Ld2: Sc4: Lb7: und Sd2: gewann Philip mit Lc6 Tc8 und Ld5.

Umgehend folgte allerdings die kalte Dusche. Tom hatte sich lange zäh verteidigt und beide Spieler hatten sicher einige Chancen ausgelassen. Am Ende stellte er aber zwei Bauern ein und musste aufgeben. Dabei war er da schon fast im Remishafen angelangt. Auf dem Weg zum Sieg lies DeFrancesco folgende Superkombi aus. Am Ende hätte Tom aber gute Remischancen mit einem Zwischenzug gehabt.

Weiß am Zug gewinnt. Wie?

Hier konnte Tom noch spielen. Wie?

Edi mühte sich indes in einem Turmendspiel, das gute Gewinnchancen bot. Dorthin gelangt war er mit präzisem Spiel und einem perfekt getimten Damentausch. An einer Stelle gab es wohl einen glatten Gewinn.

Edi kam mit Dd6 klar in Vorteil.

Edi hätte hier gewinnen können. Wie?

Edi setzte aber nicht ganz korrekt fort und so ging diese Partie weit über die Zeitkontrolle weiter.

Andreas war schließlich dann der Mann der Stunde. Er hatte zwei weiße Weilheimer Bauern am Königsflügel festgelegt und schickte sich an, diese einzuheimsen. In der Partiestellung zog er Dc8 und gewann in der Folge souverän. Damit war der Wettkampf entschieden.

Andreas zog Dc8 und stellte damit auf 2-1

am Ende konnte Edi nicht mehr gewinnen

Edi mühte sich noch weiter, gewann den Weilheimer Turm für den b-Freibauern. Aber am Königsflügel machte der h-Bauer das Rennen nach h2 und scherte gerade so das Remis. 2,5-1,5 für überzeugende Ilmmünsterer, die den Favoriten aus Weilheim eigentlich keine Chance ließen.

Erste beendet Saison auf Platz 4 nach 4,5-3,5 Sieg gegen Bayernwald/Regen

​Das Spiel der ersatzgeschwächten ersten Mannschaft in Regen war abwechslungsreich und am Ende wirklich spannend. Beruflich verhindert war Thomas Niedermeier. Markus Reischl hatte einen privaten Termin. Die Ersatzleute Herbert Peter und Alfred Winkelmeier machten ihre Sache aber ausgesprochen gut. Armin Höller war am Ende der Mann des Tages. Er gewann mit einer schönen Mattkombination bei 3,5-3,5 die entscheidende Partie zum würdigen Saisonfinale. Bis dahin hätte der Wettkampf aber auch schon gewonnen oder verloren sein können.

Alfred gewann souverän. Durch welchen Zug?

Leos Schlussstellung: Remis

Den ersten Sieg führt schon nach weniger als 2 Stunden Alfred Winkelmeier ein. Er kombinierte Kronschnabel schon aus der Eröffnung heraus aus, gewann einen Läufer für zwei Bauern, dann noch einen Bauern und am Ende eine Quali durch eine schöne Springergabel-Kombination. Leo Knoblauch kam hingegen gegen Gschwendtners ideenreiches Opfer-Spiel unter Druck und musste am Ende seine Dame (zurück-)opfern, um in ein Endspiel mit 2 Türmen gegen Dame zu kommen, das Remis gegeben wurde.

Edi Huber hatte gegen Zepke indes eine wilde Variante am Brett, in der er drei Züge lang einen Turm zum Opfer anbot. Am Ende verbrauchte Zepke viel Zeit und nahm den Turm nicht. In der Folge bekam Edi für einen geopferten Bauern viel Spiel und gewann mit sehenswerter Kombination die Regener Dame. Etwas Glück hatte Georg Seisenberger, der gegen Müller eine riskante Stellungsöffnung anstrebte, die ihm vorrübergehend einen Bauern brachte, Müller dank präzisem Konter aber gigantischen Angriff. Der Bauer war längst wieder verloren, als Georgs König in der Mitte steckenblieb und die Regener Figuren zum entscheidenden taktischen Schlag ausholen wollten. Allerdings gab es wohl keine eindeutige Gewinnvariante und am Ende mündete die Stellung in ein ausgeglichenes Leichtfiguren-Endspiel. So stand es mit zweimal etwas Glück 3-1.

Edi am Zug gewann forciert

Georg entkorkte hier Lf5!? und hielt Remis

Damit schien der Mannschaftskampf entschieden, denn Andreas Kampert stand gegen Heiduk klar auf Gewinn in einem Damen-Läuferendspiel mit Mehrfreibauern auf b6. Und die anderen Bretter schienen nicht zu verlieren. Aber jetzt wendete sich das Blatt: Andreas hatte einen unfassbaren Blackout, fraß a tempo den qua Bauerntrick angebotenen Regener Läufer und wurde einzügig Matt gesetzt. Und Philip Schwertler stellte zu allem Übel ein etwas schlechteres, aber wohl haltbares Endspiel ein.

Die Partie von Herbert Peter gegen Rösch würde kurz darauf auch Remis gegeben. Herbert hatte am Ende in einem Turm- und-Springer-Endspiel keinen Gewinnplan mehr und musste mit dem Remis zufrieden sein. So verbleib Armin in der entscheidenden Partie gegen Hamberger. Und hier ging es wild zu. Armins König hatte als einzigen Schutz noch einen gegnerischen Bauern auf g6. Allerdings stand vor dem Regener König nur noch der Sg2.

Andreas zog De5:?? und gab auf

mit c5? stellte sich Philip vor große Probleme

Herbert mit Schwarz gab Remis

Armin mit Schwarz am Zug gewann forciert!

Am Ende packte Armin mit 2 Minusbauern eine 5-zügige Mattkombi aus, die ein würdiges Saisonfinale darstellte. 4,5-3,5

Mit 10-8 Punkten schießt die Erste die Saison auf Platz 4 ab. Das war solide bis zufriedenstellend. V.a. Andreas, Tom und Armin haben sich als gute Scorer erwiesen. So richtig abgefallen ist keiner, so richtig herausgestochen allerdings auch nicht.

3.Mannschaft spielt Unentschieden

Die 3. Mannschaft spielte auswärts gegen Moosburg 4.

Hannes Portune (Brett 2) einigte sich mit seinem Gegner in einer, wie er sagte, langweiligen Partie auf Remis.
Ivan Petrov (Brett 5) und Anton Petrov (Brett 6) gewannen beide gekonnt ihre Partien.

Gerhard Wildmoser (Brett 3) riskierte in guter Stellung zu viel, übersah einen Gegenschlag und wurde matt gesetzt.

Theo Eichinger (Brett 1) spielte im Endspiel mit 2 Leichtfiguren gegen 1 Turm, machte die falsche Zugfolge, und erreichte „nur“ Remis.

Bert Kaindl (Brett 4) hatte eine ausgeglichene Partie, konnte aber das Remis zum Schluss nicht halten und gab auf.

Somit stand das 4:4 Remis fest.

1 2 3 7