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Saison in der Regionalliga wird fortgesetzt – Abstiegssituation verändert

Die nach Runde 7 (von 9) im März unterbrochene Saison wird im September fortgesetzt – zumindest in den Bayerischen Ligen. Das hat der Vorstand des Bayerischen Schachbundes beschlossen. Durch diese Entscheidung und die Entscheidung der Schachbundesliga, die Saison 19/20 in eine Saison 19/21 umzuwandeln, verändert sich die Abstiegssituation der Bayerischen Ligen.

Die erste und zweite Bundesliga setzen die Saison 19/20 im März 2021 fort und ermitteln nach Abschluss aller Runden dann erst Mitte 2021 Meister sowie Auf- und Absteiger der aktuellen, auf zwei Jahre gestreckten Spielzeit. Dadurch, dass der Bayerische Schachbund die Saison 19/20 auch nach Abschluss des Saisonendes (Juni 2020) fortsetzt und erst im September 2020 beendet und gleichzeitig an der Saison 2020/21 festhält, ergibt sich – wie Präsident Peter Eberl auf Anfrage bestätigt hat  –   die veränderte Situation, dass in dieser Saison aus der Oberliga Bayern kein Team mehr in die 2.Bundesliga aufsteigen kann. Es gibt auch keine Absteiger aus der 2.Liga, die in die OL Bayern zur neuen Saison kommen. Damit verändert sich die Abstiegssituation in allen Ligen.

In der Oberliga wird es zwei Absteiger geben, in den Landesligen und den Regionalligen hängen die Zahlen der Absteiger von den Zahlen der Absteiger der übergeordneten Ligen ab. In der Praxis ist damit die – vor der Unterbrechung – durchaus wahrscheinlche Konstellation von drei Absteigern aus der OL in die Landesligen ausgeschlossen. Damit kann es in der LLS nur noch einen oder zwei Absteiger in die RLSO geben (weil SW Nürnberg in der OL bereits nicht mehr Platz 8 erreichen kann) und aus der RLSO werden zwei oder drei (jedoch nicht mehr wie vorher wahrscheinlich vier) Mannschaften absteigen.

Unsere Mannschaft steht aktuell auf Platz 4 und braucht aus den verbleibenden zwei Partien gegen Tegernsee und Bayerwald/Regen nunmehr noch einen Punkt um sicher und aus eigener Kraft den Klassenerhalt perfekt zu machen.

Ilmmünster siegt verdient mit 5-3 gegen Angstgegner Bruckmühl –

Erstmals in dieser Saison konnte die erste Mannschaft in Bestbesetzung antreten. Es folgte eine konzentrierte Leistung der gesamten Mannschaft, die in einem verdienten, aber hart umkämpften Mannschaftssieg mündete. Allerdings mussten auch diesmal wieder schmerzhafte Einzelergebnisse durchlitten werden.

Die Ausgangssituation des Wettkampfes war klar. Da in dieser Saison mindestens drei, möglicherweise 4 von 10 Mannschaften absteigen müssen und keiner bis zur letzten Runde wissen wird, wie viele Absteiger es gibt, müsste ein Heimsieg gegen Bruckmühl her, um zumindest den Abstand zu Platz 8 zu festigen. Auch die Gäste, die auf Platz 8 rangieren, mussten gewinnen und traten ebenfalls in Bestbesetzung an.

Bereits der Auftakt des Wettkampfes verlief vielversprechend für Ilmmünster. Leo Knoblauch hatte in einer Winawer-Variante sauber agiert und schnell eine ungenau Zugfolge von Jaworek ausgenutzt. Es folgte ein sehenswerter Königsangriff, der lange vor dem Finish (siehe Diagramm) nicht mehr zu verteidigen war. Es folgte noch f6, was mit Dg6! gekontert wurde und nach h6 und Ld2 gab schwarz auf. Eine brillante Partie.

Nicht ganz so schnell, aber ebenso souverän agierte Philip Schwertler gegen Angermaier. Der Bruckmühler Routinier kam nie richtig aus seiner Königsindischen Eröffnung heraus. Selbst der Abtausch zweier Leichfiguren konnte seiner beengten Stellung ausreichend Luft verschaffen. Sehenswert das Finale. Philip hatte auf e4 einen Läufer gegen seinen letzten Springer getauscht, wonach Philip spektakulär gewann. Wie?

Schwertler-Angermaier: weiß am Zug +-

Nach diesen beiden Glanzlichtern folgte leider ein erster Dämpfer. Der Bruckmühler Kapitän Stoffel spielte gegen den favorisierten Andreas Kampert eine brachiale Angriffspartie. Andreas hatte langezeit umsichtig und schnell verteidigt, fand aber in der Diagrammstellung mit mehr als ausreichender Bedenkzeit nicht die richtige Fortsetzung. Das spektakuläre Doppelspringeropfer Sb3+, Kb1 nebst Sc3+ bc: Dc3: mit Mattdrohung hätte schwarz die Initiative und mindestens remis gesichert. Andreas spielte aber Tc8 und kam weiter unter Druck.

Mehr als kreativ hatte bis dahin Thomas Niedermeier gegen Wilhelm agiert. Der Diagrammstellung vorausgegangen war ein tief durchdachtes Bauernopfer auf c3, für das Tom den f-Bauern bis f6 vorstoßen konnte. Es folgten mind. zwei klare Gewinnstellungen. Die klarste wohl in der Diagrammstellung. Die Aufgabenstellung ist klar. Die weiße Dame will nach h6 und Matt setzen. Die schwarze Dame muss rechtzeitig nach f8, um das zu verhindern. Der Weg nach f8 führt nur über a3 oder c5. Weiß am Zug gewinnt. Aufgabe!

Stoffel – Kampert: schwarz am Zug (=)
Niedermeier – Wilhelm: weiß am Zug (+-)

Leider war Tom an dieser Stelle schon in Zeitnot und fand die Lösung des Problems nicht. Nach Dh6 und Dc5+ nebst Df8 verteidigte schwarz umsichtig und die Partie kippte. In der nächsten Diagrammstellung steht schwarz auf Gewinn. Weiß muss mit Lf2 auf Verteidigung umschalten. Aber die Partie war noch nicht vorbei.

Stoffel – Kampert: weiß opfert mit Se5:!
Niedermeier – Wilhelm: weiß am Zug (-+)

Unterdessen hatte Stoffel ein starkes Opfer auf e5 gebracht (Diagramm), das nach de: Te5: Se6 zu einer Knebelstellung für schwarz führte. So spekulativ das Opfer auch war. Es gab offenbar keine Verteidigung mehr. Weiß brachte alle Schwerfiguren auf die d-Linie und gewann sehenswert: 2-1

Bergerhoff – Huber: schwarz am Zug (unklar)
Bergerhoff – Huber: weiß am Zug: (+-)

Es folgte die Zeitnotphase mit phasenweise unglaublichen Wendungen und studienhaften Taktiken. Der Wettkampf war jetzt absolut offen.

Edi Huber hatte gegen Bergerhoff einen Gambit-Bauern gewonnen und sich anschließend sauber verteidigt. In der ersten Digrammstellung sprich t vermutlich nichts gegen Rochade. Aber Edi entkorkte kreativ h6 und nach Tg7 gewann Sf5 eine Qualität. Aber Bergerhoff fackelte nicht lange und opferte ganz im Stoffelschen Sinne eine Figur hinterher. Mit Minusturm fischte er mehr als im trüben und in der Diagrammstellung 2 hatte Edi die Partie mit Le7 eigentlich eingestellt. Aber in Zeitnot kann alles passieren und Bergerhoff fand die zweizügige Gewinnvariante nicht (Aufgabe!), sondern spielte Df4. Edi verteidigte nunmehr sauber und erreichte Diagrammstellung 3, in der nach Dd6 weiß zum Damentausch gezwungen ist. Danach gewann Edi leicht. Das war die Vorentscheidung in einer an sich sauberen Partie, die einmal allerdings kräftig wackelte.

Bergerhoff – Huber: weiß am Zug (-+)
Zeindlmeier – Reischl: (-+)

Die sofortige Entscheidung verpasste Markus Reischl gegen Zeindlmeier. Markus hatte bis dahin mit sauberem Spiel das Geschehen weitgehend diktiert und hier die Chance auf einen Studien-haften Gewinn (Aufgabe!). Vermutlich war ihm nicht bewusst, dass die Stellung einen Figurengewinn hergibt. Er zog Td1: und die Partie verflachte.

Tom hatte indes mit eisernem Kampfeswillen die Partie wieder ausgeglichen. In Diagramm 3 ist es allerdings nicht leicht, auf präzise Verteidigung umzuschalten. Tom zog ambitioniert a5? und fiel nach Td2 aus allen Wolken. Nach Dc5 folgte nämlich Db2! Und weiß hat keine Verteidigung auf der 2.Reihe mehr. Nach Tf1 und Tf2: gab Tom auf. Es war die bitterste Partie des Tages. 3-2

Niedermeier – Wilhelm: weiß am Zug (=)
Höller – Bartl: (+-)

Den Sack wiederum hätte Armin Höller zur selben Zeit zumachen können. In der Diagammstellung hatte er zwei Bauern und einen Königsangriff mehr. Die Partie war bis dahin praktisch auf ein Tor gespielt gewesen. Der einfachste Gewinn dürfte in der Stellung Lh6 sein mit Mattdrohung auf f6. Aber Armins Dg3 war auch stark. Es folgte Lh8 und Armin begriff nicht, dass die Dame auf der h-Linie und dann auf h7 sofort gewinnt. Aber Lh6 gewinnt natürlich auch., aber nicht mehr so leicht. Und nach Kf7 und einigen weiteren Zügen sowie nur noch Sekunden Inkrement auf Armins Uhr entkorkte Bartl auf ein Damenschach von h3 auf einmal den Zug f5!, der nicht nur das Schach abwehrte, sondern auch auf b2 Matt droht. Armin gelang es gerade noch, einige Figuren zu tauschen und mit einem Mehrbauern über die Zeitkontrolle zu kommen.

Zeitnot auch bei Georg Seisenberger gegen Kieffer, der die nächste Chance auslies, den Wettkampf vorzeitig zu entscheiden. Georg hatte überambitioniert die Stellung geöffnet und Weiß somit ohne Not starke Initiative überlassen, die Kieffer einen Bauern einbrachte. Nach Übergang in ein Endspiel mit Turm und Leichtfigur, konnte Georg die Stellung einigermaßen konsolidieren, als Kieffer seinerseits ein Fehler unterlief. Die Partie wäre nach Td2 sofort remis gewesen, denn weiß verliert den b3-Bauern, weil der weiße König nach Turmtausch nicht zum Damenflügel kann. Aber Georg sah den Zug in Zeitnot nicht und auch diese Partie ging in die Nachspielzeit.

Kieffer – Seisenberger: (=)
Zeindlmeier – Reischl: -+

Hier war es dann Markus, der den Wettkampf vorzeitig entschied. Nachdem Tom, Georg und Armin nicht wollten, musste der Bruckmühler Zeindlmeier eben mithelfen. Er zog hier ohne Not Sd5 und musste feststellen, dass nach Td1+ die Quali und damit die Partie verloren geht. 4-2

Es folgte das Schaulaufen von Armin, der mit 2 gegen 1 Bauern und je Turm und Springer nicht mehr verlieren konnte. Allerdings brauchte er wieder seine gesamte Bedenkzeit auf, ehe er ungefährdet zum 5-2 vollendete. In der Diagrammstelllung unten enschied der letzte Bauer auf a7 für Ilmmünster.

Höller – Bartl: +-
Kieffer – Seisenberger: Schwarz am Zug

Es folgte noch das zweite bittere Ende. Denn Kieffer hatte das Endspiel technisch stark behandelt und in ein gewonnenes Leichtfigurenendspiel transformiert. In beidseitiger Zeitnot verpasste Georg allerdings noch eine gute praktische Chance. Denn nach Se5 nebst Le4 und f5 nebst Lb7 oder La8 ist die Aufgabe für weiß nicht einfach. Denn nach La8 folgt Sd3! Und es scheitert Ka5:? an Kc5, da eine uneinnehmbare Festung entsteht. Ob Kb6 nebst Sc1 für weiß gewinnt ist auch unklar. Georg spielte indes Sh2 und kam am Ende in einen Bauernendspiel, in dem ein Tempo zum Remis fehlte. 5-3

Mit dem Sieg klettert die Erste auf Platz 4 (8-6 Punkte), drei Punkte vor Platz 8 und zwei Punkte vor dem kritischen Platz 7. Es braucht noch 1 oder 2 Punkte zum sicheren Klassenerhalt.

Die Zweite gewann gegen Ingolstadt Nord mit 4,5 – 3,5. Es siegten Topscorer Theo Eichinger (4 aus 4), Jonas Andre mit einem sehenswerten Einbruch auf die siebte Reihe und Georg Langenegger. Alfred Winkelmeier, Mario Walter und Stephan Crone remisierten. Eine bittere Niederlage musste Jungstar Alex Pertaia hinnehmen, der eine starke Partie am Ende durch einen Einsteller vergab. Auch Felix Baier konnte seine passive Stellung nicht halten. Die Zweit ist auch Vierter (7-7) Punkte und braucht zum Klassenerhalt noch 1 Punkt.

Die 3. Mannschaft spielte in der D-Klasse groß auf und siegte in Weichering mit 3.5:0.5. Zuerst gewann Bert Kaindl (auf Brett 4) einen Turm und die Partie, dann siegte auch Anton Petrov auf Brett 3. Dominik Böhm (Brett 1) spielte überlegen, gewann die Dame, worauf sein Gegner aufgab. Da waren gerade 90 Minuten gespielt und es stand bereits 3:0. Gerhard Wildmoser (Brett 2) bot dann in einer beiderseits kompakten Stellung Remis, das seine Gegnerin auch annahm

Philip Schwertler ist Schach-Kreismeister– starke Ilmmünsterer Teamleistung

Mit 5/6 Punkten siegte der Ilmmünsterer Schachspieler Philip Schwertler bei der Kreismeisterschaft in Rohrbach mit einem halben Punkt Vorsprung vor Wolfgang Sailer (Neuburg) und Andreas Kampert (Ilmmünster), beide 4,5/6. Titelverteidiger Thomas Niedermeier wurde mit 4/6 Vierter. Alfred Winkelmeier erreichte sehr gute 3,5/6. Edi Huber musste das Trunier krankheitsbedingt abbrechen. In der B-Gruppe erreichte Lars Porsche mit 5/6 Platz 3, die Jugendlichen Alex Pertaia und Ivan Petrov schlugen sich mit ihren 12 bzw. 10 Jahren bei den Erwachsenen hervorragend und erreichten 3/6 bzw. 2/6.

Nach 4 Runden zeichnete sich ab, dass die drei Ilmmünster Philip Schwertler, Andreas Kampert und Thomas Niedermeier mit dem Mainburger Junior Lohr, dem Ingolstädter Schims und dem Routinier Sailer aus Neuburg um die Kreismeisterschaft spielen würden. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Hoffnungen vom an Nummer 2 gesetzten Edi Huber bereits zerstoben. Andauernde Rückenprobleme quälten ihn von Beginn an und machten ein Weiterspielen nach Runde 2 unmöglich. Darunter litt die Konzentration und nur so lässt sich auch erklären, dass er gegen die Nachwuchsspielerin Sarah Hausmann vom MTV Ingolstadt in Runde 1 folgende Gewinnstellung (neben weiteren Gewinnstellungen) ausließ.

Huber – Hausmann: gegen Lc4 gibt es nichts mehr
Schims-Winkelmeier: schwarz setzt Matt

Am Ende verlor er in Folge eines Konzentrationsfehlers sogar noch. Nach einem Sieg gegen Werner Lohr aus Mainburg beendete Edi das Turnier. Besser begonnen hatten Philip, Tom und sensationeller Weise auch Alfred, die alle mit 2/2 gestartet waren. Alfred hatte dabei nicht nur gegen Trapp aus Freising, sondern auch gegen den Regionalligaspieler Schims vom SK Ingolstadt gewonnen – und das durchaus sehenswert.

Andreas hatte mit einem Remis gegen Sarah Hausmann auch einen halben Punkt abgegeben (1,5/2). So lagen mit den drei Ilmmünsterern und Wolfgang Sailer und Maxi Lohr 5 Spieler punktgleich nach 2 Runden an der Tabellenspitze. Am Spitzenbrett mühten sich in Runde 3 folglich Philip und Tom ab, wobei in der Diagrammstellung Tom mit dem feinen Zug Df6 ausgleichen konnte. Ein Remis war damit fast unausweichlich.

Schwertler – Niedermeier: Remis
Kampert – Lohr: weiß opfert und gewinnt

Alfred indes musste nach einem Figurenverlust gegen Sailer aufgeben. Andreas spielte hingegen die Partie des Turniers, in der er gegen Maxi Lohr intuitiv mehrere Opfer anbot und zwischendurch einen ganzen Turm weniger hatte. Die brillante Öffnung des Zentrums versprach ihm mehr als Kompensation. In der Diagrammstellung hängt fast alles am Brett. Aber Andreas fand den besten Zug. Welchen?

Am Ende eines folgernden taktischen Handgemenges verblieb Andreas mit 2 Mehrbauern, die er sicher nach Hause spielte. Als Belohnung durfte er in der 4. Runde gegen Tom antreten. Auch diese Partie endete mit Remis. Turnier-vorentscheidend war indes, dass Philip gegen Sailer ein Leichtfigurenendspiel halten konnte und so alle drei Ilmmünsterer im Rennen um den Titel verblieben. Sailer lag mit 3,5 Punkten einen halben Punkt vor den dreien, Schims, Maxi Lohr und dem Nürnberger Gastspieler Siegl.

Sailer konnte auch in Runde 5 gegen Schims nicht gewinnen und erreichte ein Remis. Das bot Andreas, Tom und Philip die Chance mit Sailer gleichzuziehen. Leider überzog Tom hier seine Partie gegen Trapp und verlor. Philip spielte indes groß auf und übersielte den Topscorer der Regionalliga Lohr mit feinem dynamischen Spiel. Das Ende ist unten dargestellt. Auch Andeas spielte stark und gewann gegen Siegl.

Damit waren die Sailer, Philip und Andreas drei Spieler mit 4/5 Punkten an der Spitze vor der letzten Runde. Andreas spielte gegen Sailer dann sicher Remis und Philip spielte die zweite große Partie des Turniers, indem er gegen den Mainburger Steffel ein verblüffendes Opfer realisierte (Diagramm). In der Folge gewann Philip Material und die Partie. Damit wurde Philip verdientermaßen Kreismeister. Er gewann als einziger Spieler vier Partien und remisierte zweimal.

Steffel – Schwertler: schwarz bringt e5!!
Gumberger – Porsche: schwarz bringt e5!!

Ilmmünster gewann mit Philip, Andreas, Tom und Alfred auch die Teramwertung des Turniers, mit einer Turnierleistung von 2107 und damit über 200 DZW Punkten vor Mainburg und Freising.

Die meisten Ilmmünsterer zeigten insgesamt starke Leistungen. Einzig für Tom und Edi (beide topgesetzt) dürfte das Turnier nicht ganz zufriedenstellend verlaufen sein.

In der zweiten Gruppe spielte Lars Porsche von Anfang an um den Turniersieg mit. Er gewann 5 seiner 6 Partien, z.T. spektakulär, wie in der Partie gegen Gumberger aus Moosburg (Diagramm). Einzig gegen den Turniersieger Böhm aus Freising agierte er etwas zaghaft und musste am Ende aufgeben. Böhm, Cyrener (Freising) und Lars hatten am Ende 5/6 und nur die Feinwertung verwies Lars auf Rang 3.

Die beiden Jugendspieler Alex Pertaia und Ivan Petrov traten ebenfalls bei den Erwachsenen der zweiten Gruppe an und spielten gut mit. Alex hatte eine Woche zuvor in Kehlheim sein erstes Open gespielt und mit einer ersten DZW von 1727 aufhorchen lassen. Er erreichte bei der Kreismeisterschaft 3/6, agierte dabei etwas unter Wert, bestätigte aber sein großes Potenzial. Ivan erreichte 2/6 und verbesserte seine DZW in Kehlheim (wo er im Jugendturnier gespielt hatte) und Rohrbach um 100 Punkte. Mit knapp 1200 ist er allerdings immer noch weit unterbewertet.

Parallel spielte Armin Höller bei der Kreismeisterschaft im Kreis Zugspitze mit und wurde hervorragender Fünfter.

Jugendspieler mit großen Erfolgen bei der Kreismeisterschaft

Raphael Funk ist Kreismeister der U10, sein jüngerer Bruder Michael wurde Fünfter. Ivan Petrov wurde Dritter bei der U12, Fabrice Göke Sechster, eine gute Mittelplatzierung erreichten Maxi Wittmann und Elli Pertaia. Martin Lapos hatte Pech – ihm wurde eine gewonnene Partie falsch gewertet. In der U14 wurde Alex Pertaia Vierter.

Ein wenig überraschend, dafür umso souveräner gewann Raphael das Turnier der U10. Mit 6 Siegen aus 7 Runden war er unangefochtener Erster. Raphael gewann im Verlauf des Turniers immer mehr an Sicherheit und entschied die direkten Duelle mit den Zweit- bis Viertplatzierten allesamt für sich. Sein Bruder Michael hätte um ein Haar den Doppelsieg der Funks realisiert, verlor aber in der letzten Runde und fiel so mit 4/7 auch den immer noch ausgezeichneten fünften Platz zurück.

Einen weiteren Pokal gewann Ivan, der in der U12 ohne Niederlage mit drei Remisen auf Rang 3 landete. Während die ersten drei untereinander remisierten, musste Ivan ein weiteres Remis abgeben und landete so einen halben Punkt hinter den beiden erstplatzierten, dem Freisinger Brand und dem Mainburger Lohr, beide immerhin 300 Punkte stärker bewertet als Ivan, was aber sicher nicht dem Spielstärkeunterschied entspricht. Mit etwas mehr Mut wäre auch ein Sieg gegen Lohr drinnen gewesen und damit auch Platz 1 oder 2. Äußerst erfolgreich schlug sich Fabrice Göke, einer der jüngsten in der U12. Er kam gegen starke Gegner auf 4,5/7 und unterlag nur dem Sieger Brand und dem Viertplatzierten. Maxi Wittmann kam auf 3,5/7, Elli Pertaia auf 2/7. Für beide war das Ergebnis in Ordnung, auch wenn mehr drinnen war. Martin erreichte auch 2/7, wurde aber mit 1/7 gewertet – ein Eintragungsfehler des Ergebnisses der 6.Runde, der natürlich in einem Jugendturnier nicht passieren darf.

Fabrice, Elli und Maxi

Unter Wert verkauft hat sich Alex Pertaia in der U14, der bis zur letzten Runde auf Platz 2 lag und dann eine unnötige Niederlage gegen Anna Nguyen aus Moosburg kassierte. Sieger wurde Wu aus Freising mit 6,5/7. Alex hatte am Ende 4,5 Punkte. Mit 5,5 wäre er alleiniger Zweiter gewesen.

Alex und Ivan beim Training

Insgesamt war die Jugendabteilung sehr zufrieden mit dem Abschneiden unserer Spieler. Jede Wettkampfteilnahme bringt jeden einzelnen weiter. Und mit den errungenen Erfolgen kommt natürlich auch Freude und Selbstvertrauen dazu.