SV Ilmmünster ist oberbayerischer Pokalsieger 2026

SV Ilmmünster gewinnt erneut oberbayerisches Schach-Pokalfinale
Der Hattrick ist perfekt: Der SV Ilmmünster hat zum dritten Mal in Folge das oberbayerische Pokalfinale im Schach gewonnen und damit erneut den Einzug in die Runde der letzten 16 des Bayerischen Pokals geschafft.
Dank des Vorjahressiegs gegen den SC Gröbenzell besaß der SV Ilmmünster Heimrecht und richtete das Finalturnier im Dorfheim Hettenshausen aus. Zu Gast waren der SC Traunstein/Traunreuth als Kreispokalsieger Chiemgau, der MTV Ingolstadt als Kreispokalsieger Ingolstadt-Freising sowie der SC Gröbenzell als Kreispokalsieger Zugspitze.
Die Auslosung ergab in den Halbfinals die Begegnungen Ilmmünster gegen Traunstein sowie Gröbenzell gegen Ingolstadt. Die Gastgeber gingen früh in Führung: Christian Beimler widerlegte ein inkorrektes Springer-Opfer seines Gegners Wolfgang Huber und brachte den SVI mit 1:0 in Front. Georg Seisenberger hatte nach einem doppelten Figurenopfer starken Königsangriff gegen Michael Sandner, konnte aber zur eine Zugwiederholung erreichen. Nach diesem Remis deutete dennoch vieles auf einen ungefährdeten Erfolg hin, denn kein Ilmmünster stand schlechter. Doch als Andreas Kampert gegen Constantin Stichter patzte und seine Partie im Schwerfigurenendspiel verlor, stand es plötzlich 1,5:1,5. Damit musste die Entscheidung in der Partie Philip Schwerter gegen Franz-Josef Aschl fallen. Philip behielt hier in einer Zeitnotschlacht die Nerven, konservierte einen Mehrbauern und gewann am Ende die Dame für den Turm. Entscheidend war der coole Zug e4 im Diagramm unten. Der e-Bauer ist wegen des wackligen schwarzen Turmes auf h5 tabu und damit fällt der d3-Bauer. Mit seinem Sieg sicherte Philip den 2,5:1,5-Endstand sowie den Finaleinzug.

Im zweiten Halbfinale sah der SC Gröbenzell lange wie der sichere Sieger aus. Beim Stand von 2:1 besaß Albert Kaunzinger am Spitzenbrett in der letzten laufenden Partie eine klar gewonnene Stellung gegen Leo Navarro-Jahnke. In Zeitnot unterlief ihm jedoch ein schwerer Fehler, durch den er nicht nur den Sieg, sondern sogar noch das Remis einbüßte. So kam der MTV Ingolstadt zum 2:2-Ausgleich. Da Gröbenzell am ersten Brett verloren hatte, zog Ingolstadt ins Finale ein.
Damit kam es erstmals seit vier Jahren zu einem neuen Endspiel, nachdem sich zuvor stets Gröbenzell und Ilmmünster gegenübergestanden hatten.
Das Finale entwickelte sich dann zu einer klaren Angelegenheit für den Gastgeber. Andreas Kampert gewann am Spitzenbrett gegen Leo Navarro-Janke dank eines weit vorgerückten Randfreibauern und brachte Ilmmünster mit 1:0 in Führung. Spielentscheidend war die Aufgabe des Läuferpaars durch Leo. Er spielte nicht Td1+, nebst Lc6!, sondern Lf6?. Andreas bewertete die Stellung richtig, zog Sc3! Lc3: bc: Ta5 und Leo musste nach Lh4: einsehen, dass nur der h-Bauer gefährlich ist, nicht aber der schwarze a-Bauer. An den übrigen Brettern gerieten die Ingolstädter zunehmend unter Druck und mussten um ausgeglichene Stellungen kämpfen.


Christian Beimler erhöhte gegen Erik Navarro-Janke mit einem sehenswerten Damen-Pseudoopfer auf 2:0. Am Ende verfügte er über entscheidenden Materialvorteil mit zwei Bauern und einer Mehrfigur. Damit war der Pokalsieg unter Dach und Fach. So konnten Georg Seisenberger gegen Kai Hausmann sowie Philip Schwerter gegen Sarah Theiner ihre Partien remis geben und damit den 3:1-Endstand perfekt machen.
Sowohl der SV Ilmmünster als auch der MTV Ingolstadt sind damit für die Runde der letzten 16 im Bayerischen Pokal qualifiziert. Die erste Runde findet am 14. Juni 2026 statt.
Aufgabe zur Partie Hausmann – Seisenberger:

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