Nach dem klaren Sieg im Kreispokal gegen den Landesligisten Neuburg (3,5-0,5) agierte die erste Mannschaft in der Liga ausgesprochen unkonzentriert und fahrig. Die verdiente Quittung war eine Niederlage gegen die Mannschaft aus Landshut, die sich am Ende bei Andreas Strangmüller bedanken durfte, der eine rettende Verteidigungsidee mit nur wenigen Sekunden auf der Uhr gegen Armin Höller fand.
Ohne den Corona-kranken Leo Knoblauch, den in Bayreuth weilenden Doktoranden Felix Baier und ohne Markus Reischl (immer noch Trainingsrückstand) war ein schwerer Kampf in Mittenkirchen erwartet worden, wo die Bruckmühler ihre Heimspiele austragen. Und so war es dann auch. Von einem 3-5 bis zu einem 5,5-2,5 war in diesem hochdramatischen Wettkampf alles drinnen und erst af den letzten Zentimetern der Zielgeraden konnte Philip Schwertler mit einem sehenswerten Läuferopfer sein zuvor verlorenes Endspiel ins Remis retten und damit den Erfolg sicher stellen.
Beide Teams mussten ohne ihre Spitzenspieler antreten. Immerhin hatten wir für den in England weilenden Edi Huber mit Mario Walter einen 8.Mann organisieren können. Der kurzfristig erkrankte Moritz Stöttner konnte bei den Dingolfingern indes nicht mehr ersetzt werden, weshalb die Gäste das 8.Brett freiließen und Mario zu einem kampflosen Punkt kam.
Einen ungefährdeten und auch in dieser Höhe verdienten Erfolg fuhr die erste Mannschaft im Derby gegen den SK Freising ein. Garant für den klaren Mannschaftserfolg waren die schnellen Erfolge von Philip Schwertler gegen Robert Bauer und von Armin Höller gegen Bruno Böhm, sowie die exzellente Partieführung von Thomas Niedermeier gegen Maxi Trapp, die schon früh dauerhafte Vorteile sicherte. Der entsprechende Rückenwind erleichterte allen anderen Spielern befreit aufzuspielen und so sprangen am Ende 6 Siege und 2 Remisen heraus. Auch die zweite Mannschaft und die U16 gewannen an diesem erfolgreichen Wochenende sicher.
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Mit großem Kampfgeist aber zu vielen Fehlern agierte die Erste gegen den Tabellenführer aus Tegernsee. Leider mussten wir zu siebt antreten, da einige Spieler ausfielen, nicht zuletzt Edi Huber am Spitzenbrett.
In einem gehaltvollen Mannschaftskampf unterliegt die erste Mannschaft zum Saisonauftakt gegen die Bundesligareserve der Passauer. Das Ergebnis geht in Ordnung, auch wenn einige Partien unglücklich gelaufen sind. Beide Mannschaften waren nahezu in Bestbesetzung angetreten und die Gäste waren auf fast allen Brettern etwas stärker bewertet als wir.
Nach dem sensationellen Gewinn des oberbayerischen Pokals 2019 gegen den damaligen Zweitligisten Weilheim, gelang den Ilmmünsterern im Pokalfinale der Saison 2019/21, das erst 2022 ausgespielt wurde, nur das Aus im Halbfinale gegen den neuen Pokalsieger, den Oberligisten aus Gröbenzell. Letztlich hatten wir keine Chance gegen die im Schnitt 150 DZW-Punkte besser aufgestellten Gastgeber.
Etwas Pech war schon dabei beim final-four Abschlussturniers des obb. Pokals. Den von den vier Mannschaften aus Rosenheim, Ingolstadt, Gröbenzell und Ilmmünster waren wir nominell klar von der Aufstellung das zweitstärkste Team (DWZ-Schnitt 2050). Aber die Auslosung wollte es, dass wir auf das stärkste Team aus Gröbenzell (Oberliga, DWZ-Schnitt 2200) bereits im Halbfinale trafen, während die ersatzgeschwächten Regionalligisten des MTV Ingolstadt (DWZ-Schnitt 1800) und der Kreisligist SF Rosenheim (DWZ-Schnitt 1900) im zweiten Halbfinale aufeinandertrafen.
Auch aus der Eröffnung kamen die Ilmmünsterer Spieler wenig gut: Thomas Niedermeier stand gegen Kaunzingers London-Verschnitt stark gedrückt. Der Gröbenzeller hatte das Zentrum und starke Angriffschancen am Königsflügel, während Toms möglicher Gegenangriff am Damenflügel bzw. gegen das Zentrum nicht in Gang kam. Ähnlich bei Georg Seisenberger, der gegen Föttmeiers London-Interpretation alle Hände voll mit positioneller Verteidigung zu tun hatte. Philip Schwertler hatte gegen Pieper eine Wolga-Nebenvariante nicht richtig behandelt und stand ebenfalls in der Defensive. Einzig Andreas Kampert war gegen Schmid in einem Spanier schön aus der Eröffnung gekommen und hatte mit einem wohldurchdachten Bauernvormarsch am Damenflügel starke Initiative.
Als Andreas dann in der Diagrammstellung zu vorschnell einen Bauern fraß, waren eigentlich alle Chancen dahin: denn Andreas verlor in der Folge unausweichlich Material, am Ende sogar einen ganzen Turm und musste aufgeben: 0-1
Die anderen drei kämpften wacker und konnten zumindest zeitweise partienweise am Ausgleich schnuppern, echte Gewinnchancen ergaben sich aber eigentlich nirgendwo. Philip kam nach einem feinen Zentrumsunterminierungsmanöver Piepers (siehe Diagramm) langsam, aber qualvoll unter die Räder und damit war der Mannschaftskampf schon entschieden: 0-2
Georg hatte nach großen Problemen vorübergehend ein ausgeglichenes Mittelspiel erreicht, dort aber selbstverschuldet eine unangenehme Fesselung zugelassen, aus der es kein Entrinnen mehr gab. Die letzte Chance bot in der Diagrammstellung ein Qualiopfer, das Georg ausließ: 0-3
Als alles auf ein 0-4 hindeutete, zeigte sich Albert Kaunzinger großzügig und ließ Tom aus einem dauerhaften Würgegriff entkommen. Solche Angebote darf man Tom aber nicht machen. Denn kaum dass er am Spiel teilnehmen durfte, zeigte er sich entschlossen, seine Gegenchancen zu nutzen. Und Kaunzinger unterschätzte in der Folge mit Mehrquali die beiden starken Freibauern g und h, die Tom einfach mal nach vorne laufen ließ. Und so entstand ein ästhetisches Mattbild (letztes Diagramm), das zum versöhnlichen 1-3 führte.
Woran es nun am Ende lag, dass wir so klar verloren haben: Etwas zu viel Respekt oder einfach nur schlecht eröffnet? Vermutlich auch an der Spielstärke der Gastgeber, die am Ende auch verdient den Pokal holten (3-1 gegen die Rosenheimer, welche den MTV zuvor nach Berliner Wertung [2-2, Brett 1 für Rosenheim] geschlagen hatten).
Der obb. Pokal 2022 soll in ein paar Wochen ausgetragen werden. Vermutlich darf der SV Ilmmünster dann wieder im final-four antreten. Ob es dann zu mehr reicht?
Ohne Felix Baier (krank) und Markus Reischl (pausierend), aber ansonsten ohne weitere Ausfälle trat die erste Mannschaft in nahezu bester Aufstellung in der Schanz an. Bei den Gastgebern fielen mit Holgert und Freundorfer hingegen zwei Stammspieler erkrankt aus, wodurch der MTV sogar nur zu siebt antreten konnte. Der Autor dieser Zeilen (Georg Seisenberger) kam so nicht nur kampflos zum ganzen Punkt, er konnte auch den Wettkampf über die volle Distanz im Detail mitverfolgen, was ganz andere Einblicke ermöglichte, als man sie sonst nebenbei erhält: durchaus spannend, aber auch nervenaufreibend.
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Nach 8 Absagen (Leo Knoblauch, Andreas Kampert, Andi Fröschle, Markus Reischl, Felix Baier, Jonas Andre, Stephan Crone, Mario Walter) kommt die Erste mit drei Spielern aus der 2. Mannschaft zu einem überzeugenden Unentschieden gegen Starnberg. Dabei war ein Sieg zum Greifen nah. Auch die Gäste mussten zwei Stammspieler ersetzen und Brett 4 freilassen. Dafür waren an allen anderen Brettern ausnahmslos Spieler über 2000 im Einsatz.
Ohne die Spitzenbretter (Thomas Niedermeier beruflich verhindert, Edi Huber in Urlaub) gelingt den Ilmmünsterer Schachspielern wenig beim niederbayerischen Aufsteiger. Letztlich merkte man einigen Akteuren die fehlende Sicherheit nach den jüngsten vermeindbaren Niederlagen an. Einige riskierten zu viel und andere spielten zu sehr auf Sicherheit.
Ein erstes gerechtes Remis von Mario Walter in ausgeglicher Stellung (Abtauschfranzose) brachte einen wenig spektakularen Beginn. Zur gleichen Zeit war bereits absehbar, dass kein Ilmmünsterer irgendetwas Zählbares an Vorteil aus der Eröffnung herausgeholt hatte. Georg Seisenberger stand bereits in der Eröffnung am Rande einer Niederlage, nachdem er eine Zugfolge verwechselt hatte und in eine aussichtlose Stellung mit schwachem Läufer gegen starken Springer geraten war. Gedrückt stand auch Philip Schwertler, während auf allen andern Brettern wenig los zu sein schien.
Es war dann Jonas Andre, der in einer superscharfen Stellung mit heterogenen Rochaden gewisse Perspektiven bekam und ein Remisangebot ablehnte. Danach verlor er aber völlig den Faden und verpasste es, seinen eigenen König, z.B. durch Damentausch, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Und so ging der Angriff nach hinten los und Jonas verlor: 0,5-1,5. Es war wohl die entscheidende Partie des Wettkampfes. Nur mit einem ganzen Punkt von Jonas wäre ein Sieg möglich gewesen.
Es folgte bis zur Zeitkontrolle ein zähes Ringen an vielen Brettern, ohne dass sich sehr viel bewegte. Philip gelang es immerhin sich nach und nach mit taktischen Tricksereien aus einer positionell schwierigen Stellung zu befreien und Armin Höller (wer sonst?) hatte für zwei Bauern eine vielversprechende Angriffsstellung erhalten. Auch bei Felix Baier und Leo Knoblauch ergaben sich kleiner Chancen, allerdings in stets im dynamischen Gleichgewicht befindlichen Stellungen. Eigentlich waren nur Armin und Leo die Bretter, bei denen so etwas wie der Ansatz einer Gewinnchance bestand und auf allen anderen Brettern mussten wir froh sein, irgendwie in Richtung Ausgleich zu kommen. Andreas Kampert kam dann auch nicht über ein Remis in symmetrischer Stellung hinaus. Und als bei Felix und Leo sich der Pulverdampf verzog, standen zwei weitere Remisen zu buche: 2-3. Die verbleibenden Stellungen waren praktisch aussichtslos im Sinne eines Mannschaftspunktes. Denn Georg spielte nur noch auf Schwindelchancen und Philip kämpfte um Remis, was er dann solide einfuhr. Armin hatte zu allem Übel noch einen Turm eingestellt und aus einer vorteilhaften Stellung in eine Verluststellung konvertiert. Aber in seiner derzeitigen Form war auch das kein Problem: Armin opferte praktisch alles, was er an Bauern und Material noch hatte und gewann zwei Türme zurück. In der Schlusstellung hätte er fast noch einmal Initiative bekommen – aber die Stellung war zumindest mit D + L + B gegen D + 4 Bauern glatt Remis. Georg hatte versucht, in einem Turmendspiel mit Minusbauern noch ein Wunder möglich zu machen. Aber dieses blieb aus und so endete der Mannschaftskampf mit einer verdienten 3-5 Niederlage.
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