{"id":357,"date":"2018-09-17T10:03:46","date_gmt":"2018-09-17T10:03:46","guid":{"rendered":"https:\/\/svi-schach.net\/?p=357"},"modified":"2018-10-28T10:07:48","modified_gmt":"2018-10-28T10:07:48","slug":"1-runde-im-kmp-sieg-in-mainburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svi-schach.net\/index.php\/2018\/09\/17\/1-runde-im-kmp-sieg-in-mainburg\/","title":{"rendered":"1. Runde im KMP Sieg in Mainburg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Am Samstag ging es zur ersten Runde des Kreis Mannschafts Pokal nach Mainburg. Nachdem Philip Schwertler aufgrund einer Beerdigung passen musste, sprang dankenswerterweise Andreas Kampert f\u00fcr ihn ein und wir konnten eine schlagkr\u00e4ftige Truppe auf die Beine stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass es am Ende trotz Allem wieder so eine knappe Geschichte wurde, zeigte einmal mehr, dass die Wertungszahlen auf dem Papier erst einmal aufs Brett gebracht werden m\u00fcssen und \u00dcberheblichkeit schon \u00f6fters Favoritenst\u00fcrze nach sich zog. Dennoch war ich pers\u00f6nlich vor dem Spiel von einem Weiterkommen \u00fcberzeugt.<br \/>\nNach ein paar Diskussionen, auf welcher Seite des Brettes die Uhr zu stehen hat, ging es dann auch schon los mit dem Schachlichen.<br \/>\nZu meiner Partie gibt es nicht allzu viel zu erz\u00e4hlen, ich spielte mit Wei\u00df und Aunkofer w\u00e4hlte Franz\u00f6sisch als Verteidigung, welche den Aljechin-Chatard-Angriff nach sich zog. F\u00fcr die, die die (3x mal die, wo gibt es denn sowas?) Variante nicht kennen, Wei\u00df zieht im 6. Zug h4 und opfert Tom\u2018s treuesten Soldaten f\u00fcr aktives Spiel. Die Variante muss man als Schwarzspieler \u00e4u\u00dferst sensibel und genau behandeln, um nicht schon in der Er\u00f6ffnung unter die R\u00e4der zu kommen. Genau dies geschah dann auch in der Partie: Aunkofer \u00f6ffnete zum falschen Zeitpunkt mit c5 die Stellung, was einen Figureneinschlag auf d5 mit verheerenden Konsequenzen nach sich zog. Nach 19 Z\u00fcgen und -7 Stellung musste mein Gegner dann die Segel streichen. 1-0 f\u00fcr Ilmm\u00fcnster p\u00fcnktlich zum Bundesligabeginn (es war ca. 15.30), was sollte da noch schiefgehen?<br \/>\nAndreas bekam an Brett 2 den jungen Max Lohr, ein Spieler mit 1829 DWZ, aber wie so oft, ein junger Spieler mit Potential. H\u00e4ufig haben solche Kerle virtuell eine viel h\u00f6here Spielst\u00e4rke. Zum Schachlichen: Andreas agierte mit den schwarzen Steinen und es ergab sich die sizilianische Najdorf-Variante. Eigentlich \u201ea gmahte Wiesn\u201c dachte ich mir, da er sich darin ja sehr gut auskennt. Nachdem der junge Lohr am K\u00f6nigsfl\u00fcgel vor seinem eigenen K\u00f6nig mit g4 die Bauern vorzog, agierte Andreas cool und \u00fcberspielte seinen Gegner nach und nach v\u00f6llig, bis er eine glatte Gewinnstellung hatte. Es war abzusehen, dass im positionellen Bereich der Ilmm\u00fcnsterer deutliche st\u00e4rker agierte als sein Kontrahent. Ich wei\u00df, dass er das jetzt nicht h\u00f6ren will, aber im Prinzip h\u00e4tte sich Andreas den Gewinnweg aussuchen k\u00f6nnen. Dann gewann er sp\u00e4ter auch noch die Qualit\u00e4t, f\u00fcr mich war die Partie abgehakt. Leider tauschte er seine Chips allerdings nie wirklich ein und so spielten sie und spielten sie, bis es der junge Lohr schaffte, immer mehr Bauern abzutauschen und irgendwie ein Remis zu erzwingen. Ganz genau habe ich das Finish selber nicht gesehen. Schade 1,5 \u2013 0,5 f\u00fcr Ilmm\u00fcnster.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Duell an Brett 3 Steffel \u2013 Winkelmeier begann mit einer symmetrischen Tarrasch-Variante. Es war schon abzusehen, dass sich Steffel erstmal \u201ehinstellen und schauen\u201c wollte und dass es nicht ganz einfach f\u00fcr Schwarz sein w\u00fcrde, auf Vorteil zu spielen. H\u00e4tte Alfred nichts probiert, w\u00e4re die Partie vermutlich relativ ereignislos remis ausgegangen, da Steffel keinerlei Anstalten machte, aktiv zu werden. Alfred wollte dennoch logischerweise gewinnen und konnte seinem Gegner eine Bauernschw\u00e4che auf c4 zuf\u00fcgen. Ohne jetzt den b\u00f6sen Doktor spielen zu wollen, aber vermutlich h\u00e4tte man sich auf diesen Bauern konzentrieren k\u00f6nnen und diesen irgendwann sogar abholen k\u00f6nnen. Alfred spielte einen Turmschwenk zum K\u00f6nigsfl\u00fcgel, welcher auch vielversprechend aussah. Ich denke, dass h5 dann die richtige Idee von Alfred war, allerdings zum falschen Zeitpunkt und er deswegen unter die R\u00e4der gekommen ist. Leider ging die Partie in der Folge dann verloren \u2013 nur noch 1,5 \u2013 1,5. Verdient war der Sieg Steffels nicht \u2013 ohne selbst irgendetwas f\u00fcr die Partie zu tun zu gewinnen \u2013 Schach ist manchmal grausam.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Also blieb es unserem Spezialisten an Brett 4 vorbehalten, f\u00fcr die Entscheidung zu sorgen. Mainburg musste hier gewinnen, da bei einem Remis das Match 2-2 enden w\u00fcrde und wir aufgrund unseres Sieges an Brett 1 weiterkommen w\u00fcrden. Dass auf Norbert im Pokal Verlass ist, hat er schon \u00f6fters gezeigt. Norbert war der einzige, der einen nominell st\u00e4rkeren Gegner zugelost bekam. Die Partie begann relativ ruhig, niemand wollte etwas riskieren und die Damen wurden bald abgetauscht.<br \/>\nEs ergab sich ein relativ ruhiges Endspiel mit beiderseits 2 T\u00fcrmen und 2 L\u00e4ufern am Brett, in dem Norbert durch Vorsto\u00df seines g-Bauern Anstalten machte, auf den schwarzen K\u00f6nig loszugehen und klar in Vorteil kam. Leider lie\u00df er die m\u00f6glichen Materialgewinne danach aus und die Stellung pendelte sich wieder im Gleichgewicht ein. Dennoch \u2013 f\u00fcr uns kein Problem \u2013 denn die Mainburger mussten ja gewinnen, also begann Lohr, seine Bauern vorzufahren, um \u201eirgendwas zu probieren\u201c. Norbert blieb allerdings cool und kassierte einen nach dem anderen ein, bis er drei Mehrbauern hatte. Am Ende schlummerten sogar \u00e4sthetische Mattbilder in der Stellung, diese konnte er aber leider nicht mehr am Brett zeigen, da Lohr sich nach 4 Stunden und 40 Minuten geschlagen gab. Insgesamt aber eine solide und starke Leistung von Norbert \u2013 keine wirklichen Fehler gemacht, zwar ein paar Gewinnm\u00f6glichkeiten ausgelassen, aber cool geblieben und so das Weiterkommen gesichert!<br \/>\nIlmm\u00fcnster gewinnt somit mit 2,5 \u2013 1,5 und ist damit eine Runde weiter. In Runde 2 haben wir spielfrei und melden uns somit erst wieder in Runde 3 zur\u00fcck. W\u00e4re nat\u00fcrlich sch\u00f6n, wenn wir in Runde 3 eine schlagkr\u00e4ftige Truppe aufstellen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Paarungen:<br \/>\n1 Aunkofer G\u00fcnter (1779) \u2013 Niedermeier Thomas (2253) 0:1<br \/>\n2 Lohr Maximilian (1829) \u2013 Kampert Andreas (2043) 0,5:0,5<br \/>\n3 Steffel Gerhard (1582) \u2013 Winkelmeier Alfred (1751) 1:0<br \/>\n4 Lohr Werner (1796) \u2013 Holzmayr Norbert (1705) 0:1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag ging es zur ersten Runde des Kreis Mannschafts Pokal nach Mainburg. Nachdem Philip Schwertler aufgrund einer Beerdigung passen musste, sprang dankenswerterweise Andreas Kampert f\u00fcr ihn ein und wir konnten eine schlagkr\u00e4ftige Truppe auf die Beine stellen. 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