{"id":287,"date":"2018-02-25T20:50:01","date_gmt":"2018-02-25T20:50:01","guid":{"rendered":"https:\/\/svi-schach.net\/?p=287"},"modified":"2018-03-19T11:42:00","modified_gmt":"2018-03-19T11:42:00","slug":"erste-schlaegt-tabellenfuehrer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svi-schach.net\/index.php\/2018\/02\/25\/erste-schlaegt-tabellenfuehrer\/","title":{"rendered":"Erste schl\u00e4gt Tabellenf\u00fchrer"},"content":{"rendered":"<p>Die erste Mannschaft gewinnt mit 4,5-3,5 beim Tabellenf\u00fchrer in Gr\u00f6benzell. Stephan Crone spielte f\u00fcr Armin H\u00f6ller. Die Partie wurde bis buchst\u00e4blich zum letzten Messer ausgek\u00e4mpft. Bezeichnenderweise entschied das einzige Remis des Tages den Wettkampf beim Stand von 4-3 f\u00fcr die Ilmm\u00fcnsterer.<\/p>\n<p>Von vorne weg war der Wettkampf sehr wechselhaft. Leo Knoblauch gewann gegen Christina Winterholler durch kreative Abzugs-Taktik zun\u00e4chst eine Figur. Im Gegenzug opferte aber Stephan Crone gegen Jan-Erik Schrader etwas \u00fcbermotiviert einen Springer f\u00fcr b- und c- Bauern. Das sah virtuell nach 1-1 aus. Und so ging es weiter: Thomas Niedermeier gewann gegen Anton Schmid schnell einen Zentralbauern durch subtiles Lavieren. Daf\u00fcr stellte Georg Seisenberger, der seine Stellung mit dem Vorsto\u00df g4 und h4 gegen den Lf5 \u00fcbersch\u00e4tzt hatte, eine Qualit\u00e4t gegen Philip Tunka ein. Eher ruhig verliefen die anderen vier Partien: noch!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Tom seine einseitige Partie schnell \u2013 am Ende mit einer sch\u00f6nen Mattkombination unter Damenopfer &#8211; zum 1-0 f\u00fchrte, kam Leo ins Straucheln. Seine Gegnerin hatte f\u00fcr die Figur einen gewaltigen K\u00f6nigsangriff inszeniert und bekam f\u00fcr noch zwei Bauern auf einmal einen ganzen Turm zur\u00fcck. Das sah fast schon nach \u00dcberlebenskampf von Leo aus. Georg und Stephan m\u00fchten sich hingegen vergeblich beim Fischen-im Tr\u00fcben. Es sah also nach drei Stunden eher so aus, als ob wir eine Partie im Hintertreffen lagen. Zum Gl\u00fcck f\u00fcr uns konnte Leo dann in Gr\u00f6benzeller Zeitnot mit einem zweiten taktischen Trick die Partie zum 2-0 heimfahren. Damit Stand es de facto weder gleich.<\/p>\n<p>Indes nahmen auch die restlichen Bretter Fahrt auf. Edi Huber hatte gegen Bernd Salvermoser zun\u00e4chst etwas ungenau er\u00f6ffnet, dann aber nach Damentausch die Initiative \u00fcbernommen und einen Bauern eingeheimst, den Salvermoser auf h3 vorgesto\u00dfen hatte. Salvermoser \u00fcbersch\u00e4tzte in dieser Phase seine eigenen Chancen und sah sich schnell in einem verlorenen Turmendspiel wieder. Es folgte ein sehr sauberer technischer Gewinn von Edi, der seinen K\u00f6nig mit den K\u00f6nigsfl\u00fcgelmehrbauern zum 3-0 laufen lies. Georg und Stephan mussten dann allerdings in Folge des Minusmaterials schnell aufgeben: 3-2<\/p>\n<p>Bei Philip Schwertler gegen Albert Kaunzinger bahnte sich indes ein Zeitnotduell in wilder Stellung an. Ein London-System von Kaunzinger hatte Philip freestyle gekonntert. In der Folge war eine unbekannte Struktur entstanden, die vielleicht noch einen Franzosen erreichen h\u00e4tte k\u00f6nnen. Zun\u00e4chst hatte Kaunzinger mit dem wei\u00dfen g5-Bauern brachial auf Rochadeangriff gesetzt, den Philip im Zentrum mit einem \u00fcberm\u00fctigen Bauernopfer und \u00d6ffnung der Stellung gekontert hatte. Der wei\u00dfe K\u00f6nig stand noch auf e1. In der Folge geriet der Gr\u00f6benzeller K\u00f6nig dann in der Tat auf Abwege, als Philip noch eine Figur ins Gesch\u00e4ft steckte. Irgendwo auf dem Weg ins totale Chaos ging Philip dann aber die Zeit aus und er verlor die \u00dcbersicht und die Partie: 3-3<\/p>\n<p>Das alles war aber nur Aufgalopp. Das Abschluss-Drama in zwei Akten sollte n\u00e4mlich noch folgen: Teil 1 bei Andreas Kampert gegen Robert Feierlein, Teil 2 bei Markus Reischl gegen Rupert Stocker. Andreas hatte die ganze Partie mit weit vorger\u00fcckten Damenfl\u00fcgelbauern des Gr\u00f6benzellers zu k\u00e4mpfen, vor der Zeitkontrolle mit einem c6-Freibauern. Da er am K\u00f6nigsfl\u00fcgel aber einen Bauern mehr hatte, beschloss er mit knapper werdender beidseitiger Bedenkzeit dort gegen den wei\u00dfen K\u00f6nig aktiv zu werden. Dieser Angriff schien zun\u00e4chst durchzuschlagen. Aber in beidseitiger Zeitnot fand Andreas nicht mehr als eine Zugwiederholung. Als er dieser auswich, stellte er nach der Zeitkontrolle fest, dass er Turm und Bauer f\u00fcr zwei Springer hatte, der Gr\u00f6benzeller c-Bauer aber immer noch auf c6 stand. Diese unklare Stellung ging in die Verl\u00e4ngerung.<\/p>\n<p>Gut dass Markus Reischl zu diesem Zeitpunkt gegen Rupert Stockers h\u00e4ngende Bauernstruktur kleine Vorteile erzielt hatte und die Gewinnversuche Stockers pr\u00e4zise ausgekontert hatte. Stocker muss einen Zwischenzug von Markus \u00fcbersehen haben, denn irgendwie eroberte Markus vor\u00fcbergehendend zwei Bauern, von denen er einen halten konnte. Schlie\u00dflich war ein Endspiel mit Dame und Turm mit freiem a-Mehrbauer f\u00fcr den Ilmm\u00fcnsterer Endspielspezialisten entstanden.<\/p>\n<p>So ging es in die 6.Stunde. W\u00e4hrend Andreas den c-Bauern gewinnen konnte, tauschte Markus die Damen. Damit war zumindest klar, dass der Wettkampf \u2013 sofern keiner mehr grob patzte, nicht verloren werden konnte, denn beide Ilmm\u00fcnsterer standen etwas besser. Andreas fand dann aber nicht die pr\u00e4ziseste Fortsetzung und musste immer auf Mattbilder mit Turm und Springer achten. Markus hingegen transformierte seine Stellung in eine bekannte Lehrbuchstellung mit vorger\u00fcckten a-Freibauern und je einem f-Bauern auf f4 bzw. f5. Dass diese Stellung gewonnen ist, wusste er schon zehn Z\u00fcge vor dem exakt gespielten Finale: 4-3. Bei Andreas ging es dann noch in die letzte Zeitnotphase, in der aber schnell sichtbar wurde, dass er immer ein Dauerschach drinnen haben w\u00fcrde, wenn sein Gegner auf Matt spielen wollte. Aber noch durfte der Gr\u00f6benzeller das remis nicht annehmen. Sein Mannschaftsf\u00fchrer hatte etwas dagegen. Allein gab de Stellung keinen Gewinn f\u00fcr Gr\u00f6benzell mehr her und Andreas verzichtete seinerseits auf Gewinnversuche, um keinerlei Risiko zu nehmen. So wurde das einzige Remis am Ende zum Sieggaranten eines aufregenden Wettkampfes, in dem zwei Trumendspiele am Ende den Ausschlag gaben.<\/p>\n<p>Ilmm\u00fcnster ist jetzt f\u00fcnfter und nur zwei Punkte hinter Platz 2, aber 4 Punkte vor Platz 8. Damit ist der Klassenerhalt perfekt. Die letzten beiden Spiele k\u00f6nnen befreit in Angriff genommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Mannschaft gewinnt mit 4,5-3,5 beim Tabellenf\u00fchrer in Gr\u00f6benzell. Stephan Crone spielte f\u00fcr Armin H\u00f6ller. Die Partie wurde bis buchst\u00e4blich zum letzten Messer ausgek\u00e4mpft. Bezeichnenderweise entschied das einzige Remis des Tages den Wettkampf beim Stand von 4-3 f\u00fcr die Ilmm\u00fcnsterer. Von vorne weg war der Wettkampf sehr wechselhaft. 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